Wracks und Relikte: Verlassene Gegenden Europas
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Wracks und RelikteVerlassene Gegenden Europas

David de Rueda reiste von Paris bis nach Kasachstan. Unterwegs schoss er faszinierende Bilder von Orten im Nirgendwo. Auch in Tschernobyl.

von
sei
«Auskundschaften, Kriechen und Klettern gehörten dazu, um dieses verlassene Kraftwerk in der Nähe von Budapest zu erreichen. Wir gelangten durch den Kohleschacht in die Anlage. Ein 100 Meter langer, ansteigender Korridor voller Staub und Sonnenstrahlen: der ideale Ort, um eine Art Erscheinung zu erzeugen.»

«Auskundschaften, Kriechen und Klettern gehörten dazu, um dieses verlassene Kraftwerk in der Nähe von Budapest zu erreichen. Wir gelangten durch den Kohleschacht in die Anlage. Ein 100 Meter langer, ansteigender Korridor voller Staub und Sonnenstrahlen: der ideale Ort, um eine Art Erscheinung zu erzeugen.»

PHOTOPRESS/Nikon/David de Rueda
«Irgendwo in einer verlassenen Gegend an der isländischen Südküste liegt dieses längst vergessene Flugzeugwrack einer Douglas DC-3. Ich kam um 4 Uhr morgens dort an und während wir warteten, erschienen immer mehr Polarlichter am Horizont. Ich schaute dieser Zaubershow bis zum Morgengrauen fasziniert zu und nahm dieses Bild mit einer Belichtungszeit von 90 Sekunden und etwas Lichtmalerei im Innenraum des Flugzeugs auf. »

«Irgendwo in einer verlassenen Gegend an der isländischen Südküste liegt dieses längst vergessene Flugzeugwrack einer Douglas DC-3. Ich kam um 4 Uhr morgens dort an und während wir warteten, erschienen immer mehr Polarlichter am Horizont. Ich schaute dieser Zaubershow bis zum Morgengrauen fasziniert zu und nahm dieses Bild mit einer Belichtungszeit von 90 Sekunden und etwas Lichtmalerei im Innenraum des Flugzeugs auf. »

PHOTOPRESS/Nikon/David de Rueda
«Dieses Bild ist das Ergebnis einer Tour, bei der wir 180 Kilometer auf Pisten durch die Wüste Kasachstans fuhren und anschliessend 45 km durch ein Sperrgebiet liefen. Dann standen sie vor uns: zwei sowjetische Relikte aus der Zeit des Wettlaufs zur Eroberung des Weltalls, in einer riesigen verlassenen Lagerhalle. Vielleicht ist dies die absolut monumentalste Szene, die ich je entdeckt habe, seit ich das erste Mal eine Kamera in die Hand nahm. »

«Dieses Bild ist das Ergebnis einer Tour, bei der wir 180 Kilometer auf Pisten durch die Wüste Kasachstans fuhren und anschliessend 45 km durch ein Sperrgebiet liefen. Dann standen sie vor uns: zwei sowjetische Relikte aus der Zeit des Wettlaufs zur Eroberung des Weltalls, in einer riesigen verlassenen Lagerhalle. Vielleicht ist dies die absolut monumentalste Szene, die ich je entdeckt habe, seit ich das erste Mal eine Kamera in die Hand nahm. »

PHOTOPRESS/Nikon/David de Rueda

Seine Reise führte ihn von Paris uber Mailand und Kiew nach Russland, Estland, Bulgarien, Island bis nach Kasachstan und Zypern. Dabei war Fotograf David de Rueda stets auf der Suche nach Relikten der europaischen Geschichte. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die Ära des Kalten Kriegs und die ehemalige Sowjetunion. Es entstand eine Fotoserie, die die einzigartige Schönheit verlassener Orte zelebriert.

Kühlturm in Tschernobyl

De Rueda gelangen aussergewöhnliche Aufnahmen. Unter anderem fotografierte er erstmalig zwei Prototypen der sowjetischen Raumfahre Buran in einem verlassenen Lagerhaus tief in der Wuste Kasachstans. In Tschernobyl hielt der 28-jährige Franzose das Innere eines Kühlturms fest, während er die nahe gelegene Geisterstadt Prypjat von den Dächern aus erkundete. «Die versteckte Seite solcher Orte zu erkunden ist fur mich wie eine Art moderne Archaologie. Durch die kunstlerische Darstellung eines Fotografen wird die Fantasie vieler Menschen beflugelt», sagt de Rueda. Für seinen Sponsor Nikon hat er 20 seiner beeindruckendsten Shots kommentiert.

Sie sehen die Fotos in der Bildstrecke.

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