Europapark: Verlassener versteigert sich als Reisepartner
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EuropaparkVerlassener versteigert sich als Reisepartner

Nach zehn Jahren wurde ein 31-Jähriger aus Effretikon von seiner Freundin verlassen. Eine zuvor geplante Reise will er trotzdem durchziehen und sucht per Auktion nach einer Begleitung.

von
vro
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Michi Pereira ist seit Ende August single. Jetzt sucht er eine Begleitung für einen Ausflug in den Europapark.

Michi Pereira ist seit Ende August single. Jetzt sucht er eine Begleitung für einen Ausflug in den Europapark.

zvg
Interessentinnen bietet er eine Übernachtung mit Frühstück, eine Tageskarte für den Park und einen Eintritt in die «Horror Nights».

Interessentinnen bietet er eine Übernachtung mit Frühstück, eine Tageskarte für den Park und einen Eintritt in die «Horror Nights».

Screenshot Ricardo
Das Geld, das er dabei einnimmt, will Pereira spenden.

Das Geld, das er dabei einnimmt, will Pereira spenden.

Screenshot Ricardo

Als Michi Pereira vor einigen Monaten eine zweitägige Reise in den Europapark buchte, sah sein Leben noch anders aus. Damals hatte er bereits seit zehn Jahren eine Freundin. Mit ihr, seinem 27-jährigen Bruder und dessen Freundin plante Pereira den Ausflug in den Vergnügungspark. Die Tickets waren gekauft, das Datum stand.

Doch kurz darauf passiert es: Pereiras Freundin macht Schluss und bricht den Kontakt ab. Doch an eine Stornierung will der 31-Jährige nicht denken: «Ich finde den Europapark toll und will trotzdem hingehen.»

«Will Pärchen-Charakter beibehalten»

Den frei gewordenen Platz stellte der in der Schweiz geborene Portugiese auf Ricardo. Wer zugreift, darf mitfahren. Das Angebot beinhaltet eine Übernachtung, eine Tageskarte für den Park und einen Eintritt für die «Horror Nights». Pereiras Bedingungen: Es sollte sich um eine Frau handeln, die mindestens 18 Jahre alt ist.

Auf Brautschau ist er aber nicht, sagt er: «Ich suche keinen One-Night-Stand und auch keine neue Frau. Ich wollte einfach den Pärchen-Charakter beibehalten. Es kann auch gern eine 50-jährige Dame mitkommen.»

Bei einem Flop darf ein Kollege mit

Begleitet werden Pereira und die Unbekannte nach wie vor vom Bruder des 31-Jährigen und dessen Freundin. «Ich habe sie vorher gefragt und sie finden die Idee lustig», so Pereira.

Das Geld, das er mit der Versteigerung einnimmt, will er aber nicht für die Deckung der Reisekosten verwenden. Immerhin ist das Package insgesamt 174 Euro wert. Doch der Single-Mann hat anderes vor: «Ich möchte alles der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft spenden.»

Die Auktion läuft seit Samstag. Bisher wurde ein Gebot abgegeben. Gestartet wurde mit 100 Franken. Wie viel Spendengeld zusammenkommt, steht noch offen, das Angebot läuft noch bis Sonntagabend.

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