Brennsprit auf Kohle: Verletzte Kinder bei Brand von Marronistand
Aktualisiert

Brennsprit auf KohleVerletzte Kinder bei Brand von Marronistand

Horrorunfall an Marronistand: Weil ein Marroniverkäufer Brennsprit in den Ofen goss, erlitten zwei Kinder und er selbst durch eine Stichflamme schwere Verbrennungen.

von
Désirée Pomper

Die beiden achtjährigen Buben wollten eigentlich am alljährlichen Schlosslauf in Rapperswil teilnehmen. Doch es kam alles anders: «Es hat geknallt, bevor der erste Startschuss gefallen war», sagt ein Augenzeuge. Um ­seinen Ofen rascher anzuheizen, schüttete ein Marroniverkäufer gestern ­gegen Mittag Brennsprit in die bereits angefachte Holzkohle.

Dies verursachte eine riesige Stichflamme, durch die zwei neben dem Ofen stehende achtjährige Buben und der Marroniverkäufer selbst getroffen wurden. «Ich sah, wie eines der Kinder mit schlimmen Verbrennungen schreiend und weinend davonrannte. Seine Eltern folgten ihm», so der Augenzeuge. Wegen seiner schweren Verbrennungen im Gesicht und am Nacken musste der Junge mit der Rega ins Spital geflogen werden. Der zweite Bub und der 35-jährige Marroniverkäufer wurden mit Ambulanzen in verschiedene Spitäler gebracht. Die Gewerbepolizei hat dem Mann verboten, weiter Marroni zu verkaufen.

«Ich weiss nicht, wie der Marroniverkäufer so dumm sein konnte und Brennsprit ins Feuer goss», sagt Reto Schwab, OK-Präsident des Schlosslaufs. Für ihn ist klar: «Nächstes Jahr werden wir sicher einen ­anderen Marronimann anstellen.»

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