Klausenpass: Verletzte nach Lawine aus Spital entlassen
Aktualisiert

KlausenpassVerletzte nach Lawine aus Spital entlassen

Nach dem Lawinen-Niedergang am Klausenpass konnten die Verletzten das Spital verlassen.

von
woz
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Am Sonntagnachmittag ging am Klausenpass eine Lawine nieder.

Am Sonntagnachmittag ging am Klausenpass eine Lawine nieder.

Kantonspolizei Uri
Zwei Autos wurden von der Lawine verschüttet.

Zwei Autos wurden von der Lawine verschüttet.

Google Maps
Krankenwagen und Rega standen im Einsatz.

Krankenwagen und Rega standen im Einsatz.

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Nach dem spektakulären Lawinenniedergang am Klausenpass vom Sonntagnachmittag haben die drei Verletzten am Abend die Spitäler bereits wieder verlassen können, wie die Urner Polizei mitteilte.

Am Montagmorgen habe durch Experten eine Neubeurteilung der Gefahrensituation stattgefunden. Sie seien zum Schluss gekommen, dass die Klausenpassstrasse ab Montagmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Strasse auf einer Länge von 100 Metern verschüttet

Die Lawine war am Pfingstsonntag gegen 14 Uhr niedergegangen und hatte rund 200 Meter vor der Passhöhe zwei Autos erfasst. Ein Personenwagen aus der Schweiz ist etwa 100 Meter vom Schnee mitgerissen worden. Beide Insassen wurden verletzt. Ein Auto aus Deutschland kam nur leicht von der Strasse ab. Dennoch wurde die Beifahrerin verletzt.

Die Strassenräumungsarbeiten liefen am Morgen noch auf Hochtouren. Der Schneerutsch hat die Strasse auf einer Länge von rund 100 Metern verschüttet.

Ermittlungen im Gange

Die Passstrasse war erst am Donnerstag nach der Wintersperre wieder für den Verkehr freigegeben worden. Ob dabei die Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden und ob der Vorfall ein juristisches Nachspiel hat, war zunächst unklar. Wie die Kantonspolizei gegenüber der Nachrichtenagentur SDA mitteilte, leitet sie derzeit die Ermittlungen, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürften. Danach könne das Verfahren der Staatsanwaltschaft Uri übergeben werden.

«Neuschnee aus Gewitter beachten»

In den letzten Tagen ist am Klausenpass recht viel Schnee abgeschmolzen, sagt Lukas Dürr vom Lawinenforschungsinstitut Davos SLF: «Die Schneereste, die noch liegen, sind weitgehend stabil. Insbesondere von Felsplatten oder glatten Grashängen können aber stellenweise grössere Mengen Schnee als Gleitschneelawinen abrutschen.»

Die Lawinensituation in der Zentralschweiz ist vor allem am Morgen mehrheitlich günstig. «Zu beachten sind vor allem der Neuschnee, welcher lokal in Gewittern fallen kann sowie die tageszeitliche Erwärmung», sagt Dürr vom SLF.

(woz/sda)

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