Aktualisiert 26.07.2017 19:42

Justin BieberVerlieren ihn die Beliebers an die Kirche?

Erschöpfung sei der Grund für Justin Biebers plötzlichen Tour-Abbruch, so die ersten Annahmen. Nun werden Stimmen laut, sein Glaube habe den Sinneswandel bewirkt.

von
shy
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Christliche Symbolik schwingt bei Justin Bieber schon lange mit. Auf seinem Bein hat er Jesus tätowiert, seine Brust ziert ein Kreuz und auf dem Cover seiner aktuellen Platte «Purpose» ist der 23-Jährige mehr oder weniger eindeutig betend abgebildet. Ein früheres Album heisst «Believe» (also: «glauben») und seine Fans nennen sich Beliebers, sozusagen «Bieber-Gläubige».

Christliche Symbolik schwingt bei Justin Bieber schon lange mit. Auf seinem Bein hat er Jesus tätowiert, seine Brust ziert ein Kreuz und auf dem Cover seiner aktuellen Platte «Purpose» ist der 23-Jährige mehr oder weniger eindeutig betend abgebildet. Ein früheres Album heisst «Believe» (also: «glauben») und seine Fans nennen sich Beliebers, sozusagen «Bieber-Gläubige».

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Auch live auf der Bühne presst der Kanadier die Hände zusammen wie an einem Gottesdienst.

Auch live auf der Bühne presst der Kanadier die Hände zusammen wie an einem Gottesdienst.

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Bei Instagram macht der Sänger ebenfalls keinen Hehl ...

Bei Instagram macht der Sänger ebenfalls keinen Hehl ...

Instagram/justinbieber

Am Montag teilte Justin Bieber via Facebook mit, dass er seine aktuelle «Purpose»-Tour «aufgrund unvorhersehbarer Umstände» vorzeitig beendet – 14 Konzerte wurden abgesagt. Schnell machten Erklärversuche die Runde, zum Beispiel: Der 23-Jährige sei erschöpft vom langen Touren.

Seither hat sich der Kanadier schon mehrmals in der Öffentlichkeit gezeigt. Er schien entspannt und keineswegs abgekämpft zu sein. Dieser Eindruck passt zu Behauptungen, wonach der Tour-Abbruch gar nichts mit Biebers körperlicher Verfassung zu tun habe.

Mit Pastoren auf Tour

Vielmehr sei es sein geistiger – oder eher: geistlicher – Zustand, der den Sinneswandel nach sich gezogen habe. «Er widmet sein Leben nun Christus», zitiert TMZ.com einen Insider aus dem Umfeld der australischen Hillsong Church. Die Aussage mag gar gewagt klingen, doch sie wurzelt in der Tatsache, dass sich der Popstar seit Monaten mit Pastoren dieser Kirche umgibt – sie haben ihn sogar auf seiner Tour begleitet. Carl Lentz, Rich Wilkerson und Chad Veach von den amerikanischen Ausläufern der Hillsong Church sind seit einer ganzen Weile omnipräsent auf Biebers Instagram und auf Paparazzi-Fotos mit ihm.

Lentz taufte den Sänger sogar – «spontan» um drei Uhr morgens in der Badewanne eines NBA-Spielers. «Sowas machen wir in unserer Art von Kirche regelmässig», erzählte der Pastor stolz in einem Interview mit Oprah Winfrey. Dieses Vorgehen trägt Früchte: «Merkt euch meine Worte: Jesus liebt euch!», schrieb Bieber an einem Konzert in Australien an die Wand seiner Bühnen-Glasbox und gab damit die Worte seines Kumpels (und Mentors?) an sein Publikum weiter.

Carl Lentz preist Oprah Winfrey die ungezwungene Art seiner Hillsong Church an. (Quelle: Youtube/OWN)

Wird Bieber zum Tom Cruise?

Justin Biebers plötzlicher Sinneswandel habe etwas mit seinem «spirituellen Erwachen» zu tun, zitiert TMZ.com abermals Insider aus dem Umfeld der Hillsong Church. Lentz habe den Popstar allerdings nicht konkret dazu gedrängt, sondern die Art, wie Bieber wichtige Entscheidungen fällt, beeinflusst. «Er wird der Tom Cruise dieser Kirche», so ein anderer Insider, der damit auf Scientology anspielt, die die Hollywood-Ikone zum Posterboy erkoren hat.

Diese Schlussfolgerung scheint aktuell gar voreilig, doch die Anzeichen dafür sind nicht von der Hand zu weisen. Paparazzi fragten Bieber am Dienstag, ob er seine Tour aus religiösen Gründen abgebrochen habe. «Nein», lautete die Antwort des 23-Jährigen. Mehr sagte er vorerst nicht zum Thema.

Die Vertreter der Hillsong Church geben sich bewusst locker, während Bieber Fragen zu seinem Glauben ausweicht. (Quelle: DailyMail/Hillsong Channel)

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