Trotz Comeback-Sieg  - Verliert Tennis-Superstar Djokovic diese Woche die Nummer 1? 
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Trotz Comeback-Sieg Verliert Tennis-Superstar Djokovic diese Woche die Nummer 1? 

Am Montagabend kehrte Novak Djokovic in Dubai mit einem Sieg zurück auf die grosse Tennisbühne. Derweil könnte ihn Daniil Medwedew im mexikanischen Acapulco vom Thron stürzen.

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Djokovic ist zurück. 

Djokovic ist zurück. 

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Nach den Australian Open spielt der Serbe erstmals wieder ein Turnier. 

Nach den Australian Open spielt der Serbe erstmals wieder ein Turnier. 

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Dabei möchte der 34-Jährige seine Nummer 1 verteidigen. 

Dabei möchte der 34-Jährige seine Nummer 1 verteidigen. 

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Darum gehts

  • Djokovic kehrte am Montag mit einem Sieg auf die Tennis-Tour zurück.

  • Dabei wird er von den Zuschauern vor Ort frenetisch bejubelt.

  • Der Serbe könnte trotzdem schon bald die Nummer eins bald an Daniil Medwedew verlieren.

  • Die italienische Tennis-Legende Adriano Panatta schiesst gegen Djokovic.

Fünf Wochen nach seiner Ausweisung aus Australien einen Tag vor Beginn des Australian Open kehrte der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic an diesem Montag auf den Tennisplatz zurück. Der 34 Jahre alte Serbe traf beim Turnier in Dubai in der ersten Runde auf den Italiener Lorenzo Musetti und gewann dabei ohne grössere Probleme mit 6:3, 6:3.  Der 20-fachen Grand-Slam-Champion konnte bei seiner Rückkehr auf den Court auf die Unterstützung des Publikums zählen. Die Zuschauer in Dubai bejubelten Djokovic enthusiastisch, schwenkten teilweise serbische Fahnen und klatschten ihm begeistert Beifall zu.

«Ich vermisse Tennis nach allem, was passiert ist», hatte der polarisierende Tennis-Profi im Vorfeld, der mit rund 2,6 Millionen Franken dotierten Veranstaltung gesagt. Novak Djokovic geht in seine 361. Woche als Nummer eins der Tennis-Welt. Er könnte die Spitzenposition in den kommenden Tagen aber an Daniil Medwedew verlieren. Mit einem Turniersieg in Acapulco löst der russische Australian-Open-Finalist den  Serben am kommenden Montag auf jeden Fall als Weltranglisten-Ersten ab.

«Er verdient es»

Neben anderen Szenarien könnte Medwedew sogar im Falle eines Erstrunden-Ausscheidens auf die Leaderposition aufsteigen, sollte Djokovic in Dubai nicht mindestens das Viertelfinal erreichen, wie die Profiorganisation ATP am Montag bestätigte.

«Es ist in seinen Händen. Er verdient es, die Nummer eins zu sein», sagte Djokovic: «Wenn es in dieser Woche passiert, werde ich der Erste sein, der ihm gratuliert.» In Dubai kehrt der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger an diesem Montag nach seiner Ausweisung aus Australien und erstmals in diesem Jahr in die Turnier-Szene zurück.

Negativer PCR-Test in Dubai

In einem Interview mit der BBC hatte Djokovic zuletzt erklärt, vorerst weiter auf eine Impfung verzichten zu wollen. Dafür würde er auch in Kauf nehmen, eventuell nicht an den French Open oder in Wimbledon teilnehmen zu können. Um in Dubai spielen zu können, reicht dem Serben ein negativer PCR-Test.

Der nach wie vor nicht gegen das Coronavirus geimpfte Djokovic hatte im Januar nicht an den Australian Open in Melbourne teilnehmen können, weil er entgegen seiner Annahme doch nicht über eine medizinische Ausnahmegenehmigung für die Einreise nach Australien verfügte. Ein Bundesgericht hatte seinen Einspruch gegen die Ausweisung abgewiesen. Damit konnte Djokovic seinen Titel in der Rod Laver Arena nicht verteidigen und musste aus Serbien mit ansehen, wie sich der Spanier Rafael Nadal mit seinem 21 Grand-Slam-Titel zum Rekord-Champion krönte.

«Djokovic muss sagen, warum er sich nicht impfen lässt»

Nicht alle sind begeistert, dass Djokovic auf die Tennisbühne zurückkehrt. Der ehemalige italienische Tennisspieler Adriano Panatta kritisierte das Verhalten des Serben und sprach sich gegen seine Teilnahme an einem Turnier aus: «Djokovic muss sagen, warum er sich nicht impfen lässt. Wenn die Organisatoren die Gründe für die Ausnahmeregelung nicht klären, dann erinnert mich das an den Marquis del Grillo» ( einer der berühmtesten italienischen Filme) .

Er fügte ausserdem hinzu: «Wenn er allergisch gegen den Impfstoff ist, ist nichts falsch daran, sagen Sie es und erklären Sie sich. Ich glaube, wenn Sie an einem Turnier teilnehmen, akzeptieren Sie die Regeln oder lehnen sie ab, indem Sie sagen, dass ich nicht gehe, weil ich nicht einverstanden bin.» 

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(dpa/ape/sih)

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