Aktualisiert 16.02.2005 14:26

«Un long dimanche de fiançailles»Verlobt, getrennt und verloren?

Die französische Starschauspielerin Audrey Tautou («Amélie de Montmartre») geht in ihrem neuen Streifen auf die Suche nach ihrem Verlobten, der nach dem Krieg nicht mehr zurückkam.

Sie kannten sich schon als Kinder, sie verliebten und verlobten sich. Doch dann kam der Erste Weltkrieg und Manech (Gaspard Ulliel) wurde eingezogen. Manech und vier andere Soldaten schiessen sich aus lauter Kriegs-Verzweiflung in die Hand. Dies ist strafbar und so werden die fünf von einem Kriegsgericht verurteilt und müssen an die Front – ins Niemandsland, wo sich die Deutschen und die Franzosen erbitterte Grabenkämpfe liefern.

Der Krieg geht zu Ende.

Doch Manech kehrt nicht zu seiner Verlobten Mathilde (Tautou) zurück. Er sei gefallen, heisst es. Mathildes Liebe ist so stark, dass sie nicht an den Tod ihres Manech glaubt. Sie macht sich auf die Suche nach Lebenszeichen und wird damit mit den Schicksalen von allen fünf Verurteilten konfrontiert.

Das bildgewaltige Epos «Un long dimanche de fiançailles» ist nach dem französischen Welthit «Amélie de Montmartre» die zweite Zusammenarbeit zwischen Audrey Tautou und Regisseur Jean-Pierre Jeunet. Jeunet versuchte die fabelhafte «Amélie»-Ästhetik mit epischen, harten Kriegsbildern zu verschmelzen, was ihm allerdings nicht richtig gelang: Verspieltheit und Weltkrieg passen nun mal nicht zusammen.

Die Story ist etwas zu verschnörkelt, aber raffiniert aufgebaut: Teil für Teil setzt Mathilde das Puzzle zusammen, das sie zu ihrer grossen Liebe führen soll – und sie scheut dabei keinen Aufwand.

«Un long dimanche de fiançailles» neu im Arthouse Le Paris

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