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Verlorene Hose: 54-Millionen- Dollar-Klage

Wegen einer verloren gegangenen Hose ist eine Reinigung in den USA auf Zahlung von 54 Millionen Dollar verklagt worden. Zwei Geschäfte mussten bereits aufgegeben werden.

Die Besitzer des Ladens, ein südkoreanisches Einwandererpaar, hätten ihr Geschäft inzwischen wegen der ganzen Aufregung und der zurückgegangenen Umsätze verkauft, erklärte ihr Anwalt Chris Manning. Sie wollten sich jetzt ganz auf eine zweite Reinigung konzentrieren, die sie besässen. «Das ist ein tragisches Beispiel dafür, wie verheerend unseriöse Rechtsstreitigkeiten für die Menschen und kleine Unternehmen sein können», sagte Manning.

Soo Chung und ihr Mann Jin Nam Chung wurden vor mehr als zwei Jahren von einem Kunden, dessen Hose bei ihnen verloren gegangen sein soll, zuerst auf 67 Millionen Dollar verklagt. Der Kläger, ein Verwaltungsrichter, reduzierte schliesslich seine Forderung auf 54 Millionen Dollar. Er begründete seine Klage damit, das die Schilder mit der Aufschrift «Zufriedenheit garantiert» und «Reinigung am gleichen Tag», die im Fenster hingen, irreführend und betrügerisch gewesen seien. Ein Gericht wies die Klage zwar im Juni klar ab und erkannte ihm keine Entschädigung zu, der Kläger ging aber in die Berufung.

Die Chungs mussten bislang schon mehr als 100'000 Dollar aufbringen, um sich gegen die Klage überhaupt wehren zu können. Zwei ihrer drei Geschäfte, die sie einmal besassen, hätten sie aufgegeben, erklärte ihr Anwalt. (dapd)

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