Zweitwohnungs-Initiative: Verlust von 8600 Arbeitsplätzen
Aktualisiert

Zweitwohnungs-InitiativeVerlust von 8600 Arbeitsplätzen

8600 Arbeitsplätze könnten wegen der Zweitwohnungs-Initiative verloren gehen: Zu diesem Schluss kommt eine Studie vom Staatssekretariat für Wirtschaft.

Weil weniger Zweitwohnungen gebaut werden, würden die Arbeitsplätze vor allem in der Bauwirtschaft und der Immobilienbranche wegfallen, wie das SECO am Donnerstag mitteilte. Es weist darauf hin, dass ein Grossteil der Beschäftigten in diesen Branchen saisonal angestellt ist und teilweise aus dem Ausland stammt.

Bei der Schätzung des Arbeitsplatzverlustes bezog sich die Verfasserin der Studie, das Forschungsinstitut BAKBASEL, auf die Verordnung, mit der der Bundesrat die Initiative vorläufig umsetzt, und verglich die Situation mit einem Szenario ohne Initiative. Die tatsächliche Umsetzung muss das Parlament beschliessen.

In einer weiteren Studie liess das SECO die Auswirkungen auf Hotelbauinvestitionen untersuchen. Demzufolge dürften im Jahr 2016 bis zu 200 Millionen Franken weniger in Neu- und Umbauten investiert werden als ohne Initiative. Betroffen wäre vor allem die gehobene Hotel-Klasse, da solche Bauten oft durch den Bau und Verkauf von Zweitwohnungen querfinanziert werden.

Mithilfe der beiden Wirkungsanalysen will das SECO prüfen, ob flankierende Massnahmen für den Tourismus sinnvoll wären. Allerdings gebe es schon heute entsprechende Förderinstrumente. Der Bundesrat will im kommenden Juni einen Tourismusbericht vorlegen, in dem er ebenfalls flankierende Massnahmen thematisieren will. (sda)

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