Nach illegaler Goa-Party - Vermieter fühlt sich belogen und betrogen
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Nach illegaler Goa-PartyVermieter fühlt sich belogen und betrogen

Am Samstag löste die Polizei in Oberegg AI und in St. Gallen illegale Partys auf. Der Vermieter des Hauses in Oberegg ist vom Veranstalter masslos enttäuscht. Er fühlt sich belogen.

von
Alexandra Maria-Victoria Andrist
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Auch in der Stadt St. Gallen löste die Polizei eine illegale Party auf. 

Auch in der Stadt St. Gallen löste die Polizei eine illegale Party auf.

Stapo SG
Offenbar war eine feucht-fröhliche Veranstaltung geplant. 

Offenbar war eine feucht-fröhliche Veranstaltung geplant.

Stapo SG
In Oberegg AI wurde am Samstagabend eine Goa-Party aufgelöst. 

In Oberegg AI wurde am Samstagabend eine Goa-Party aufgelöst.

20M

Darum gehts

  • In Kanton Appenzell Innerrhoden fand am Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus eine Goa-Party statt.

  • 40 Feiernde im Alter zwischen 16 und 50 haben sich nicht an die Covid-Schutzmassnahmen gehalten.

  • Während der Kontrollen fand die Polizei diverse Drogen.

  • Der Eigentümer des Ferienhauses war von der Nachricht regelrecht überrumpelt.

  • In der Stadt St. Gallen löste die Stadtpolizei ebenfalls eine illegale Party auf.

Am Samstagabend rückte die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden nach verschiedenen Hinweisen zu einem abgelegenen Ferienhaus im Raum Oberegg aus. Im Ferienhaus befanden sich 40 Personen, welche einer Einladung zu einer Party im Internet gefolgt waren. Während der Kontrollen kamen diverse Betäubungsmittel wie Marihuana, Haschisch, Kokain, Ecstasy, MDMA und LSD zum Vorschein. Viele der Kontrollierten standen offensichtlich unter Drogeneinfluss.

Der Eigentümer des Ferienhauses war von der Nachricht, dass der Mieter des Ferienhauses eine Goa-Drogenparty veranstaltet hatte, regelrecht überrumpelt. «Ich bin enttäuscht», sagte der Vermieter, der anonym bleiben möchte, auf Anfrage von 20 Minuten. Als er mit dem Mieter telefoniert habe, sei alles wunderbar gewesen. «Der Mieter hat versprochen, die Regel über die Beschränkung auf maximal 15 Anwesende einzuhalten.» Darauf habe er vertraut, denn schliesslich habe der Mann vor zehn Jahren das Haus bereits einmal gemietet. Schäden hat der Vermieter bei einer ersten flüchtigen Besichtigung des Hauses keine entdeckt. Eine genauere Inspektion werde demnächst folgen.

Veranstalter bei Staatsanwaltschaft angezeigt

Die Polizei sprach für die Feiernden in Oberegg im Alter zwischen 16 und 50 Jahren Bussen von je 100 Franken aus. Die Veranstalter werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Im Zusammenhang mit der Polizeikontrolle drängten sich laut Polizei noch weitere Ermittlungen auf und es erfolgten diverse Anzeigen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Immerhin wurde ein halbes Dutzend verschiedene Drogen gefunden.

Illegale Party in St. Gallen

Am Samstagnachmittag löste auch die Stadtpolizei St. Gallen eine illegale Party auf. Diese fand ebenfalls in einem Waldstück nahe der Strebelstrasse statt. «Die Auflösung der Veranstaltung von 50 Teilnehmern verlief friedlich und ohne Probleme», teilte die Stadtpolizei in einer Medienmitteilung mit. Auch diese Personen wurden aufgrund der Teilnahme an einer verbotenen privaten Veranstaltung mit CHF 100 gebüsst. Der Veranstalter muss mit 200 Franken Busse rechnen. Zudem wird der Veranstalter wegen Unterlassung der Meldepflicht bei Veranstaltungen mit technischen Einrichtungen, hier eine Musikverstärkeranlage, zur Anzeige gebracht, so die Polizei.

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