Drama in Nidwalden: Vermisste Kinder immer noch nicht gefunden

Aktualisiert

Drama in NidwaldenVermisste Kinder immer noch nicht gefunden

Die Suche nach den vor über einer Woche in Wolfenschiessen verschwundenen zwei Kinder ist auch am Samstag erfolglos geblieben. Polizei und Feuerwehr suchten erneut mit Booten die Oberfläche des Vierwaldstättersees ab, ein weiterer Tieftauchgang blieb ohne Erfolg.

Da in der Nacht auf Samstag in der Region wiederum ein Gewitter niedergegangen war und die Zuflüsse Geschiebe in den See schwemmten, trieb an der Wasseroberfläche vermehrt Holz. Das erschwerte die Suche.

Wie bereits am Vortag wurde auch am Samstag ein Tieftauchgang durchgeführt. Der Taucher sei von der Tauchsportgruppe Poseidon Luzern und dem Bergungsschiff Kon-Tiki unterstützt worden, doch auch diese Suche sei erfolglos geblieben, hiess es.

Am Sonntag solle die Suche nach der vermissten Elfjährigen und dem sechs Jahre alten Knaben fortgesetzt werden. Vorgesehen ist der Einsatz einer Unterwasserkamera.

Befragung der Eltern

Die Kinder waren am Freitagabend vor Wochenfrist vermutlich vom hochgehenden Gerlibach bei Wolfenschiessen mitgerissen worden. Gegen die 46-jährige Mutter des elfjährigen Mädchens wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Sie hatte ihre Tochter gemeinsam mit dem Baby und dessen vierjähriger Schwester einer anderen Familie an jenem Freitagabend vom Bahnhof Luzern aus allein nach Hause geschickt. Nur die Vierjährige kam wieder zum Vorschein.

Wie der Nidwaldner Verhörrichter Alexandre Vonwil am Freitag sagte, steht die Befragung der Mutter der vermissten Elfjährigen unmittelbar bevor. Die 46-Jährige sei seit mehreren Tagen in stationärer Betreuung in einer psychiatrischen Klinik. Eine erste polizeiliche Befragung fand am Donnerstag statt, nachdem sie vom Psychiater als einvernahmefähig beurteilt worden war. Auch der Vater der vermissten Elfjährigen sollte noch einvernommen werden. (sda/dapd)

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