04.09.2015 19:04

Internet der Dinge

Vernetztes Zuhause soll für besseren Schlaf sorgen

Samsung will die Vernetzung von Geräten vereinfachen und die Benutzer mit einbeziehen.

von
ray
Mithilfe des unter die Matratze gelegten Sleepsense-Trackers von Samsung soll man besser schlafen können.

Mithilfe des unter die Matratze gelegten Sleepsense-Trackers von Samsung soll man besser schlafen können.

Allein in Europa gibt es 530 Millionen Samsung-Geräte, die praktisch alle vernetzt werden könnten, sagt YH Eom, der Europa-Chef von Samsung an der IFA. Der südkoreanische Konzern hat einen neuen Vernetzungsstandard mit dem Namen SmartThings vorgestellt, der aber nicht nur Samsung-Geräte, sondern auch Produkte anderer Marken miteinander verbinden soll.

Es gibt bereits einige Partnerunternehmen, die mit Smartthings kooperieren, so zum Beispiel Bose, D-Link, Jawbone, BMW oder VW. Momentan soll es über 200 kompatible Geräte geben. Die Technologie ist ab sofort in den USA verfügbar und soll nächste Woche in Grossbritannien eingeführt werden.

Für tiefen, gesunden Schlaf

Eine Anwendung, die in SmartThings integriert werden kann, ist der Schlaf-Tracker Sleepsense. Dabei handelt es sich einerseits um ein Gerät, das unter der Matratze relevante Daten zum Schlafverhalten sammelt und andererseits um eine Software, die diese Daten zusammen mit anderen Geräten nutzt.

Der Sleepsense-Tracker misst etwa die Zeit, die man im Bett verbringt sowie die Schlafzeiten. Zudem soll es auch erkennen können, wann und wie lange man sich im Tiefschlaf oder in der REM-Schlafphase befindet. Zur Schlafanalyse können auch selbst Daten eingetragen werden, etwa wann man wie viel Kaffee trinkt oder was man isst.

Ist dieser Tracker mit SmartThings verbunden, stellt sich die Heizung oder Klimaanlage entspechend ein, wenn man ins Bett geht oder aufsteht. Je nach Einstellung können auch die Musikanlage oder der Fernseher gekoppelt werden, so dass diese automatisch abschalten, sobald man eingeschlafen ist. Für Leute, die im Bett fernsehen, kann das also ganz praktisch sein.

Die noch nicht perfekt vernetzte Welt

Auf dieselbe Weise sollen auch Rauchmelder, Bewegungsmelder, Licht, Heizung, Storen oder Küchengeräte eingebunden werden. Doch auch mit einem neuen Standard ist die Heimvernetzung keine einfache Sache. Entsprechende Szenarien werden von der digitalen Industrie zwar immer wieder herbeigeredet, sind aber noch lange nicht real.

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