Verprügelte Ehefrau ins Gebüsch geschmissen
Aktualisiert

Verprügelte Ehefrau ins Gebüsch geschmissen

Ein Mann, der vor fünf Jahren in Buchs SG seine Frau verprügelt und schwer verletzt in ein Gebüsch geworfen hat, muss vier Jahre ins Gefängnis.

Das Kantonsgericht St. Gallen hat die erstinstanzliche Strafe um zwei Jahre reduziert.

Das Gericht hat den 53-Jährigen der versuchten vorsätzlichen Tötung und schweren Körperverletzung schuldig gesprochen. Der Mann habe den Tod seiner Frau in Kauf genommen, sagte der Gerichtsschreiber am Mittwoch auf Anfrage.

Der Angeklagte hatte am Dienstag vor dem Kantonsgericht St. Gallen wie bereits vor der ersten Gerichtsinstanz einen Freispruch vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung verlangt. Er habe seine Frau nicht töten wollen, sondern sei ausser Kontrolle geraten, als er sie zusammenschlug.

Deshalb sei er nur wegen schwerer Körperverletzung zu verurteilen. Das Kantonsgericht müsse die von der ersten Instanz ausgefällte Freiheitsstrafe von sechs Jahren Zuchthaus auf eine bedingte Gefängnisstrafe von 24 Monate reduzieren.

Der Mann, der seit 30 Jahren in der Schweiz lebt, hatte im Juni 2003 in Buchs SG seine schon damals von ihm getrennt lebende Ehefrau nach einem Streit bewusstlos geschlagen. Der auf dem Boden liegenden Frau versetzte er Fusstritte gegen den Kopf und in den Körper.

Im Kofferraum abtransportiert

Danach holte er bei seiner Wohnung sein Auto und lud die blutüberströmte Frau in den Kofferraum. Erst wollte er sie bei einem Fussballplatz ausladen, wurde laut Anklage dabei aber von einem Velofahrer gestört.

Wie die Staatsanwältin vor Gericht sagte, fuhr er weiter und warf die Schwerverletzte bei der Kehrichtverbrennungsanlage eine Böschung hinunter. Danach habe sich der Angeklagte bei der Polizei gestellt.

Die Frau wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital geflogen. Dank sofortiger ärztlicher Hilfe überlebte sie die Attacke. Noch heute leidet das Opfer unter den Folgen der Schädel- Hirn-Verletzungen.

(sda)

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