Aktualisiert 27.06.2011 14:52

Russlands Rache

Verräter von «Agentin 00Sex» verurteilt

Vor einem Jahr hat die Enttarnung eines russischen Spionagerings in den USA für Aufsehen gesorgt. Laut einem Urteil des Militärgerichts in Moskau soll der «Verräter» jetzt 25 Jahre hinter Gitter.

Ein Jahr nach Enttarnung eines russischen Spionagerings in den USA hat ein Militärgericht in Moskau den «Verräter» in Abwesenheit zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der damalige Oberst Alexander Potejew vom Auslandsgeheimdienst SWR habe den Amerikanern die Namen von zwölf russischen Spionen preisgegeben.

Die Agenten hätten Potejew auf Fotos als jenen SWR-Offizier wiedererkannt, der über den Spionagering Bescheid wusste, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag.

In den USA versteckt

Der 59-jährige Potejew soll sich in den USA versteckt halten. Das spektakuläre Auffliegen der schönen russischen Agentin Anna Chapman und elf weiteren Agenten gilt als grösster Spionageskandal seit dem Ende des Kalten Kriegs.

Die in den USA enttarnten Spione waren im Juli 2010 in Wien gegen vier in Russland inhaftierte US-Agenten ausgetauscht worden. Die als rothaarige «Agentin 90-60-90» bekanntgewordene Chapman gilt in Russland seither als Medienstar.

Nach der Festnahme der Agenten hatte der russische Regierungschef Wladimir Putin dem Überläufer - ohne Namen zu nennen - den Tod vorhergesagt. «Verräter enden immer auf schlimme Weise. In der Regel krepieren sie entweder im Suff oder im Drogenrausch», hatte der Ex-Geheimdienstchef bei einem Treffen mit den aufgeflogenen Spionen gesagt.

(sda)

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