Pyro-Exzess bei FCZ-FCB: Versagten die Eingangskontrollen?
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Pyro-Exzess bei FCZ-FCBVersagten die Eingangskontrollen?

Zig Leuchtraketen und zahlreiche Bengalen – die FCB- und FCZ-Fans feuerten am Sonntag ein ganzes Arsenal an Pyromaterial ab. Trotz der bekannten «Pyro»-Veranlagung der beiden Mannschaften schmuggelten Fans die verbotenen Petarden ins Stadion. «Kein Wunder», finden andere Fans. Die Eingangskontrollen seien lächerlich gewesen.

«Die Eingangskontrollen waren lächerlich», schreibt FCB-Fan Pablo B.* und ist damit nicht der einzige. Zahlreiche Basler Besucher haben sich seit dem Spitzenspiel vom Sonntag bei 20 Minuten Online gemeldet. Sie alle wunderten sich über die «lasche Kontrolle» in ihrem Sektor. Bereits lange vor dem Spiel sei man ohne grosse Kontrolle ins Stadion gekommen, berichtet Franziska B. «Es tastete mich weder jemand ab noch durchsuchte das Sicherheitspersonal meine Tasche», so B. Für sie bereits vor dem Spiel ein schlechtes Omen: «In Basel kontrollieren sie viel genauer und es kommt trotzdem zu Pyro-Zwischenfällen.»

Kontrolle: Ticket einschieben und weitergehen

Ähnlich erging es auch Armin M. 30 Minuten vor Spielbeginn. «Kurz das Ticket eingeschoben und durchgehen – das war die Einganskontrolle», so der Basler. Um ihn herum seien die wenigsten Besucher «richtig» abgetastet worden. Ob danach besser kontrolliert worden sei, habe er nicht beobachtet. Angesichts der rund 2000 Basler Fans, die kurz vor dem Spiel mit dem Extrazug ankamen, dürfte dies schwierig gewesen sein.

Zwar lassen sich weder Basler noch Zürcher durch strenge Eingangskontrollen vom «Pyro»-Schmuggel hindern, strenge Kontrolle verhindern zumindest die grosse Flut an Leuchtraketen. Vor allem aber dürften sie im konkreten Fall das Strafmass gegen den FC Basel und eine allfällige Strafe gegen den FC Zürich beeinflussen, sagte Odilo Bürgy, Präsident der Disziplinarkommission der Swiss Football League gegenüber der SI. Laut Bürgy hängt dies auch davon ab, «wie wirkungsvoll das Sicherheitsdispositiv und die Eingangkontrollen des Organisators waren.»

Von den Sicherheitsverantwortlichen beim FC Zürich und beim Letzigrund war für 20 Minuten Online niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

(amc/si)

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