Amazon plant Abbau von 10’000 Arbeitsstellen

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Sinkende ErträgeVersand-Riese Amazon plant Abbau von 10’000 Arbeitsstellen

Kahlschlag beim Versandriesen: Laut Insidern plant das US-Unternehmen 10’000 Beschäftigte zu entlassen.  

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Amazon-Gründer Jeff Bezos ist einer der reichsten Menschen der Welt. Seit Juli 2021 ist er nicht mehr CEO, aber immer noch Verwaltungsratspräsident.

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist einer der reichsten Menschen der Welt. Seit Juli 2021 ist er nicht mehr CEO, aber immer noch Verwaltungsratspräsident.

AFP
Die Amazon-Aktie ist seit anfangs Jahr um über 40 Prozent gefallen.

Die Amazon-Aktie ist seit anfangs Jahr um über 40 Prozent gefallen.

REUTERS
Weltweit hat der Konzern 1,5 Millionen Beschäftigte.

Weltweit hat der Konzern 1,5 Millionen Beschäftigte.

IMAGO/Belga

Darum gehts

Der weltgrösste Online-Versandhändler Amazon plant US-Medienberichten zufolge angesichts des trüben Wirtschaftsausblicks seinen bislang grössten Jobabbau. Der Konzern wolle noch diese Woche mit der Streichung von rund 10’000 Stellen beginnen, schrieb die «New York Times» am Montag unter Berufung auf Insider. Auch der Finanzdienst Bloomberg berichtete später übereinstimmend nach eigenen Quellen. Laut Informationen des «Wall Street Journal» stehen «Tausende» Arbeitsplätze auf dem Spiel. Amazon äusserte sich zunächst nicht. 

Der Konzern hatte zuletzt weltweit rund 1,5 Millionen Beschäftigte. Vor dem Weihnachtsgeschäft, für das Amazon häufig Verstärkung anheuert, wäre der Jobabbau ein weiteres Signal für das jähe Ende des Job-Booms in der Tech-Branche. Die Reihe der Unternehmen, die Entlassungen ankündigen, wird immer länger. So kam es etwa bei der Facebook- und Instagram-Mutter Meta sowie dem von Tesla-Chef Elon Musk übernommenen Online-Netzwerk Twitter zuletzt zu regelrechten Job-Kahlschlägen.

Echo und Alexa als Ladenhüter

Die Stellenstreichungen bei Amazon sollen den Berichten zufolge vor allem die defizitäre Geräte-Sparte rund um Echo-Smartlautsprecher und das Sprachassistenzprogramm Alexa betreffen. Das Unternehmen hatte Investoren bereits vor einem schwachen Schlussquartal gewarnt und Anfang November einen Einstellungsstopp angesichts erhöhter Inflations- und Rezessionsrisiken beschlossen. Amazon steht nach einer Ausgabeoffensive in der Pandemie unter Druck, die Kosten zu senken. Die Aktie ist in diesem Jahr um über 40 Prozent gefallen. 

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Amazon-Gründer Jeff Bezos hat derweil angekündigt, er und seine Lebensgefährtin Lauren Sánchez wollten den grössten Teil ihres auf gut 120 Milliarden Dollar geschätzten Vermögens für wohltätige Zwecke spenden. Als erstes überwies Bezos Country-Sängerin Dolly Parton 100 Millionen Dollar, damit sie das Geld an gemeinnützige Organisationen ihrer Wahl geben kann.

(DPA/trx)

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