Basel appelliert an Bundesrat – «Verschärfung der Massnahmen muss in Kürze folgen»
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Basel appelliert an Bundesrat«Verschärfung der Massnahmen muss in Kürze folgen»

Masken- und Sitzpflicht bei Konsumation auch bei 2G – Basel-Stadt hält an seinen scharfen Massnahmen fest. Auch weil absehbar sei, dass in Kürze schweizweit Verschärfungen folgen müssten.

von
Lukas Hausendorf
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2G mit Masken- und Sitzpflicht für Konsumation: In Basel gelten strenge Regeln.

2G mit Masken- und Sitzpflicht für Konsumation: In Basel gelten strenge Regeln.

20min/Celia Nogler
Die Basler Regierung will an der strengen Maskenpflicht im Nachtleben festhalten, obwohl der Bundesrat den Weg frei gemacht hat für maskenfreies Feiern mit 2G.

Die Basler Regierung will an der strengen Maskenpflicht im Nachtleben festhalten, obwohl der Bundesrat den Weg frei gemacht hat für maskenfreies Feiern mit 2G.

Das Viertel
Basler Clubs und Konzertlokale haben in Folge vergangene Woche reihenweise dichtgemacht.

Basler Clubs und Konzertlokale haben in Folge vergangene Woche reihenweise dichtgemacht.

Raphael Casablanca

Darum gehts

  • Basel-Stadt fährt weiterhin einen strengen Kurs bei der Bekämpfung des Coronavirus.

  • Auch bei 2G darf in Bars, Clubs und Diskotheken nicht auf die Maske verzichtet werden.

  • Die Basler Regierung ist sicher, dass angesichts der Entwicklung der Bundesrat bald weiter verschärfen wird.

In Basel-Stadt gilt auch bei 2G weiterhin Masken- und Sitzpflicht bei Konsumation in Bars, Clubs und Diskotheken. Das hat die Kantonsregierung am Dienstag beschlossen. Angesichts der epidemiologischen Entwicklung sei absehbar, dass der Bundesratsentscheid von vergangener Woche «nur ein Zwischenschritt zu konsequenteren Massnahmen darstellen wird», wie die Regierung in einer Mitteilung festhält.

Basel-Stadt werde sich deshalb dafür aussprechen, dass im nächsten bundesweiten Massnahmenpaket in gewissen Bereichen eine 2G-Pflicht inklusive Maskentragepflicht eingeführt werde. Vor diesem Hintergrund sei der Regierungsrat zum Schluss gekommen, die vor einer Woche beschlossene kantonale Regelung zu belassen und die mildere Bundesregelung nicht zu übernehmen.

Die epidemiologische Lage sei ernst. Die Belastung sei derart hoch, dass der Regierungsrat der Ansicht ist, dass die Schutzmassnahmen auch nach dem bundesrätlichen Entscheid nicht gelockert werden können. «Es ist absehbar, dass in Kürze weitere schweizweite Verschärfungen folgen müssen», glaubt die Basler Regierung.

Clubs bekommen Unterstützung

Die harte Linie von Basel-Stadt trifft das Nachtleben hart. Für Clubs bedeutet dies faktisch ein Betriebsverbot. Der Regierungsrat sei sich bewusst, wie einschneidend die Massnahmen seien. Er verspricht: «Der Kanton wird die besonders betroffenen Unternehmen finanziell unterstützen.»

Nur Minuten vor dem Basler Beschluss hatte die Regierung des Nachbarkantons Baselland ihre Maskenverordnung ausser Kraft gesetzt, weil sie mit dem Bundesratsbeschluss obsolet geworden sei. Im Baselbiet darf bei 2G also vorerst auf die Maske verzichtet werden.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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