Aktualisiert 14.07.2014 18:46

Openair FrauenfeldVerschlammte Zelte einfach stehen gelassen

Die Party ist vorbei, das Chaos geblieben: Das Festivalgelände in Frauenfeld gleicht einem Schlachtfeld. Die Openair-Gänger haben tausende von Zelten stehen lassen.

von
brb

Wie nach jedem Frauenfelder Openair tauchen sie am Montagmorgen auf: die Plünderer. Jugendvereine und Privatpersonen, die so gratis zu Campingausrüstungen kommen. Kein Wunder, liegen auf dem verschlammten Gelände tausende von Zeltplanen, unzählige Utensilien und viele Lebensmittel herum. Vieles davon ist kaum gebraucht, nur eben verdreckt.

Während am Openair St. Gallen eine Depotgebühr von 20 Franken verlangt wird, wenn man ein Zelt aufs Gelände mitbringt, haben die Frauenfelder Organisatoren darauf verzichtet. Deshalb kümmern sich zahllose Openair-Fans einen Dreck um ihr Camping-Material. Die Frauenfelder Allmend mutet an wie eine Geisterstadt aus flatternden Zeltplanen. Darüber könnten sich wenigstens Hilfswerke freuen, wenn denn nicht eine Grosszahl der Zelte von ihren ursprünglichen Eigentümern unbrauchbar gemacht worden wären. Schnitte in den Zeltdächern lassen auf Absicht schliessen.

Aufräumen dauert zwei Wochen

Wie die Veranstalter auf Anfrage sagten, dauern die Aufräumarbeiten zwei Wochen an. Aufgrund der starken Regenfälle gestalten sich diese Arbeiten aufwändiger als erwartet; zusätzliche 5000 Mannstunden müssen eingeplant werden. Erst nach der Säuberung der Allmend kann mit der Renaturisierung begonnen werden. Wie viele Tonnen Abfall eingesammelt werden, wird man Ende der Woche beziffern können. Schon heute zeigt sich aber: Der Müllberg ist riesig.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.