Welpe Sunny: Verschwörerische Theorien um Obamas Hund
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Welpe SunnyVerschwörerische Theorien um Obamas Hund

Seit Montag wohnt Hündin Sunny bei Familie Obama. Die Töchter Malia und Sasha sind begeistert, Verschwörungstheoretiker etwas weniger.

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Das Weisse Haus hat einen neuen Bewohner - und der «Erste Hund der Nation» Bo eine «kleine Schwester». Der süsse schwarze Welpe heisst Sunny, ist ein Jahr alt und zog am Montag in die Washingtoner Regierungszentrale ein. Sunny ist wie Bo, der seit 2009 zur Obama-Familie gehört, ein Portugiesischer Wasserhund.

Die Ankunft eines neuen Hundes - normalerweise in jeder Familie ein Grund zur Freude - kommt bei einigen misstrauischen US-Amerikanern nicht gut an, schreibt «The Atlantic Wire». Im Kurznachrichtendienst Twitter werden die wirrsten Verschwörungstheorien verbreitet: «Heisst der Hund Sunny oder Sunni?», fragen sich gleich mehrere Benutzer. «Sunni» steht im Englischen für Sunniten, die grösste Glaubensrichtung im Islam. Für viele ist klar: Der Hund heisst so, weil Obama Islamist ist. Ein weiterer User befürchtet «weltweite religiöse Proteste».

Warum ist der Hund schwarz?

Wenn es bei den Verschwörungstheoretikern nicht um Religion geht, dann doch wenigstens um die Rasse: «Obama hält seine Familie rein, indem er sich wieder einen schwarzen Hund holt», twittert Benutzer Gabe. Oder will der US-Präsident mit seiner neuen Akquisition die Bevölkerung von den wahren Konflikten der Nation ablenken? «Vergesst all die Probleme mit ObamaCare. Es gibt einen neuen Hund im Weissen Haus!», meint Kyle Drennen sarkastisch.

Nun, Drennen könnte tatsächlich richtig liegen: In einem Artikel von Juli 2012 in der Zeitschrift «Political Science and Politics» wird behauptet, dass «das Weisse Haus seit 1960 Haustiere als Public-Relations-Stützen benutzt, wenn gerade ein politischer Skandal aufgedeckt wird oder in Zeiten von internationalen Spannungen». Der Autor des Berichts schreibt: «Die Hunde werden bei Skandalen oder Kriegen losgelassen, um wieder in die Hundehütte zurückgeschickt zu werden, wenn die Wirtschaftslage schwierig wird.»

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