Aktualisiert 05.09.2006 12:08

Verseuchtes Wasser tötet Millionen jährlich

Jedes Jahr sterben 1,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren durch verseuchtes Wasser oder mangelnde Hygiene. Das sind 4500 Kinder pro Tag, wie die WHO und das UNICEF vorrechnen.

Um weltweit die Wasserversorgung und die Hygiene bis 2015 entscheidend zu verbessern, wie es die Millenniumsziele vorsehen, müsse die Politik weit grössere Anstrengungen unternehmen als bisher, forderten die beiden UNO-Organisationen.

Auch die Schweiz zeigte sich besorgt. Von den gesteckten Zielen sei man weit entfernt, sagte Remo Gautschi von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), welche das Überwachungsprogramm von WHO und UNICEF unterstützt.

Wenn die Hygienestandards nicht verbessert würden, werde man auch die anderen Millenniumsziele in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Armutsbekämpfung verfehlen, gab Gautschi zu bedenken.

Vor allem in den rasant wachsenden Städten der Entwicklungsländer können die Hygienestandards kaum Schritt halten. Mehr als 1,1 Milliarden Menschen leiden der Untersuchung zufolge nach wie vor unter schmutzigem Wasser und mangelnder Hygiene.

2,6 Milliarden hätten noch nicht einmal Zugang zu einer hygienischen Grundversorgung. Mangelnde Hygiene fördere unter anderem den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera, Typhus und Durchfall.

Am grössten sind die Schwierigkeiten - wie bei den meisten anderen Gesundheitsproblemen - in den Regionen Schwarzafrikas sowie in Ost- und Südasien. Etwa 80 Prozent aller Menschen ohne Zugang zu sicherem Wasser leben in diesen Gegenden. (sda)

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