Aktualisiert 17.03.2004 11:23

Versicherer Winterthur: Keine weiteren Abbaupläne in der Schweiz

Der Versicherer Winterthur plant nach den radikalen Einschnitten der jüngsten Vergangenheit keine weiteren Streichungen in der Schweiz.

Dies sagte Winterthur-Chef Leonhard Fischer in einem Interview mit der «HandelsZeitung» vom Mittwoch.

«Wir werden weiter kostenbewusst handeln», sagte Fischer. Dies könne im Einzelfall einen Stellenabbau nach sich ziehen, aber in anderen Bereichen, die wachsen, auch zu neuen Arbeitsplätzen führen.

«Wir müssen die Produktivität und Effizienz weiter steigern, weil wir im heutigen Umfeld mit dem nackten Versicherungsergebnis Geld verdienen müssen», sagte Fischer. Dies schliesse einen weiteren Personalabbau nicht aus.

«In der Schweiz haben wir allerdings die Reorganisation der Winterthur bereits im letzten Jahr vorgenommen. Hier gibt es keine zusätzlichen Abbaupläne», sagte Fischer.

Die Credit Suisse-Tochter hatte 2003 durch einen harten Sparkurs und den Verkauf von Gesellschaften im Ausland wieder in die schwarzen Zahlen zurückgefunden. Der Verwaltungsaufwand wurde um 20 Prozent oder 600 Mio. Fr. gesenkt.

Dies bekam das Personal zu spüren: Insgesamt wurde der Bestand um 11 264 Stellen reduziert. In der Schweiz wurden 637 Arbeitsplätze gestrichen. Im Ausland wurde die Zahl der Stellen um 10 627 verkleinert. Am Ende des Jahres 2003 hatte der Versicherer noch 20 866 Angestellte auf der Lohnliste, davon 6426 in der Schweiz.

(sda)

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