Versicherung in Verlustzone gehagelt
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Versicherung in Verlustzone gehagelt

Die Hagelwetter des vergangenen Sommers haben die Schweizer Hagel-Versicherung in die Verlustzone getrieben. Das Geschäftsjahr 2004 wurde mit einem Fehlbetrag von 13,1 Millionen Franken abgeschlossen.

Dies teilt die Schweizer Hagel am Dienstag in Zürich mit. Das Manko wurde der Schwankungsreserve belastet.

Insgesamt wurden der Schweizer Hagel in der Schweiz und in Liechtenstein 14.023 Schäden gemeldet, 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein am vergangenen 8. Juli wurden gegen 7.000 Schadensmeldungen verzeichnet, nachdem eine Hagelfront vom Genfer- an den Bodensee gezogen war: Dieser Tag wurde zu einem der teuersten in der 125-jährigen Geschichte der Schweizer Hagel. Ebenfalls schadenträchtig war der 12. August, an dem eine Gewitterfront von Yvorne in der Waadt über das Berner Oberland und die Innerschweiz an den Bodensee zog. Die Entschädigungen in der Schweiz und in Liechtenstein beliefen sich inklusive den Abschätzungskosten auf 80,7 Millionen Franken. Nach Abzug von 10,3 Millionen Franken Rückvergütung betrug die Schadenbelastung 187 Prozent der Prämieneinnahmen. In Frankreich und Italien waren es 88 beziehungsweise 63 Prozent. Die Prämieneinnahmen wuchsen um 0,4 Prozent auf 53 Millionen Franken. Mit dem Auslandgeschäft in Frankreich und Italien betrugen sie 65,8 (Vorjahr: 64,6) Millionen Franken. Die Gesamtversicherungssummen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein nahmen gegenüber 2003 um zehn Millionen auf 2,10 Milliarden Franken zu. Auch in ihrem Jubiläumsjahr 2005 kann die Schweizer Hagel eine Prämienrückvergütung von bis zu zehn Prozent ausschütten, da die entsprechende Reserve einen Restbetrag von 10,9 Millionen Franken aufweist. (dapd)

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