Versinken Thailands Tempel in den Fluten?
Aktualisiert

Versinken Thailands Tempel in den Fluten?

Die schweren Überschwemmungen in Thailand gefährden zahlreiche zum Weltkulturerbe zählende Tempelanlagen. In der Provinz Ayutthaya trat der Fluss Chao Praya über die Ufer und überschwemmte mindestens 25 buddhistische Tempel, Festungen und Pagoden.

Dies sagte der Regionaldirektor für Kunst, Anek Sihamat. Die gesamte Provinz Ayutthaya wurde wegen ihrer Vielzahl an architektonischen Schätzen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt; hier befinden sich etwa 500 Paläste und budhhistische Tempel. In der Provinz residierten von 1350 bis 1767 die siamesischen Könige.

Die berühmten Ruinen von Wat Chaipattanaram am Ufer des Chao Phraya drohten von den Wassermassen weggespült zu werden, hiess es. Zum Schutz der Anlage bauten die Behörden einen Deich und pumpten Wasser ab.

«Noch 50 Zentimeter mehr Wasser und der Deich wird brechen», warnte Anek. Sobald der Wasserstand niedriger sei, würden die Restaurierungsarbeiten beginnen, ansonsten könnten die Tempel zusammenbrechen.

Die Überschwemmungen hatten Ende August nach heftigen Regenfällen begonnen. Noch immer sind 17 Provinzen im Zentrum und Norden des Landes betroffen, darunter die Hauptstadt Bangkok. Bislang kamen mindestens 48 Menschen ums Leben; zwei weitere gelten als vermisst.

(sda)

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