Versöhnlicher Abschluss trotz Niederlage
Aktualisiert

Versöhnlicher Abschluss trotz Niederlage

Patty Schnyder hat auch ihren zweiten Final in diesem Jahr verloren. Die Baselbieterin unterlag im Hallenturnier in Linz (Ö) der Slowakin Daniela Hantuchova 4:6, 2:6.

Patty Schnyder erwischte bei ihrem letzten Auftritt in der zu Ende gehenden Saison den besseren Start und führte im ersten Satz 4:2, musste danach Daniela Hantuchova aber fünf Games in Folge und die Hoheit auf dem Court überlassen; der Steigerung der Weltranglisten-Zehnten hatte sie nichts entgegenzusetzen und musste gegen die 24-Jährige zum vierten Mal hintereinander als Verliererin vom Platz.

Warten auf elften Turniersieg hält an

Damit geht das Warten auf den elften Turniersieg weiter; zum letzten Mal hatte Patty Schnyder im Juli 2005 in Cincinnati, Ohio (USA), triumphiert. In ihrem zuvor einzigen Final dieser Saison war sie Anfang August in San Diego, Kalifornien (USA), der Russin Maria Scharapowa unterlegen. Auch in Linz hatte die Baslerin in einem Final schon einmal den Kürzeren gezogen; 2005 gegen Scharapowas Landsfrau Nadia Petrowa.

Nach jener Niederlage vor zwei Jahren durfte sich Patty Schnyder mit der Qualifikation für das Masters in Los Angeles trösten. In dieser Saison war das Saisonfinale der besten acht, das nunmehr in Madrid ausgetragen wird, für die bestklassierte Schweizerin bald einmal in unerreichbare Ferne gerückt. Diesmal darf sie ihre Vorstellungen während der letzten Tage wenigstens als versöhnlichen Abschluss einer Saison werten, die mehrheitlich nicht nach den eigenen Wünschen verlaufen ist und in der sie ihre hochgesteckten Ziele nicht zu verwirklichen vermochte. Unter anderem hatte sie darauf gehofft, die Saison wie 2005 (Nummer 7) und 2006 (9) in den Top Ten abzuschliessen. Derzeit wird sie auf Position 17 geführt. Patty Schnyder nutzte die letzte Gelegenheit, eine lange Phase der Erfolglosigkeit zu beenden, die nach der Final-Qualifikation in San Diego ihren Anfang genommen hatte. In den folgenden acht Turnieren, das US Open eingerechnet, gewann sie nie mehr als zwei Partien.

Erst dritter Turniersieg

Daniela Hantuchova feierte ihren erst dritten Turniersieg, und auf Grand-Slam-Stufe stellen drei Viertelfinals (Wimbledon und US Open 202, Australian Open 2003) die Bestmarken dar - bescheidene Ausbeuten für eine Spielerin, die zu Beginn des Jahres 2003 schon einmal die Nummer 5 im Ranking war. Ihre bisherigen Titel hatte sie beide in Indian Wells errungen, nämlich 2002 und im vergangenen März. Vor fünf Jahren setzte sie sich als noch nicht 19-jährige Newcomerin in Halbfinal und Final gegen Emmanuelle Gagliardi und Martina Hingis durch.

Die magere Bilanz und das zwischenzeitliche Abrutschen in der Weltrangliste aus den Top 50 - Mitte Juni 2004 wurde sie als Nummer 54 geführt - erklärt sich unter anderem damit, dass sich die in Poprad geborene und jetzt in Monte Carlo wohnenden Slowakin zwischenzeitlich mit persönlichen Problemen kontrontiert sah. In jener schwierigen Phase machten immer wieder auch Mutmassungen über Magersucht die Runde.

Masters-Qualifikation

Derweil die Saison für Patty Schnyder zu Ende ist, hat Daniela Hantuchova ein Highlight noch vor sich. Sie und Maria Scharapowa sicherten sich die letzten zwei Tickets für das am übernächsten Dienstag beginnende Masters. Die Slowakin und die Russin liegen punktgleich im 8. Rang, haben ihren Platz nach dem Verzicht der siebtklassierten Wimbledon-Siegerin Venus Williams aber auf sicher. Ob Maria Scharapowa in Spaniens Hauptstadt antreten wird, steht allerdings noch nicht fest. Für das Turnier in Zürich hatte sie wegen Problemen mit der Schulter absagen müssen.

(si)

Deine Meinung