Ausländerhatz: Verständnis für Arbeiter-Proteste
Aktualisiert

AusländerhatzVerständnis für Arbeiter-Proteste

Die britische Regierung hat am Samstag Verständnis für die Proteste von Arbeitern gezeigt, die angesichts steigender Arbeitslosigkeit gegen die Beschäftigung ausländischer Arbeiter protestiert hatten.

Wirtschaftsminister Peter Mandelson warnte aber gleichzeitig davor, in einen Protektionismus zurückzufallen. Der würde die gegenwärtige Krise nur noch schlimmer machen. So könne aus einer Rezession eine Depression werden, sagte Mandelson.

Die Proteste begannen am Freitag mit einem wilden Streik von 700 Arbeitern in einer Raffinerie in Schottland. Sie protestierten dagegen, dass die italienische Baufirma IREM italienische und portugiesische Arbeiter bei einem Projekt in der Raffinerie Lindsey im Nordosten Englands einsetzen will. Später gab es ähnliche Proteste auch vor anderen Raffinerien und einem Kraftwerk in Wales. Vertreter der Regierung kamen am Samstag mit Gewerkschaftern zusammen, um eine Ausweitung der Proteste zu verhindern. Die Gewerkschaften betonten, es seinen keine Proteste gegen die ausländischen Arbeiter. Es gehe darum, dass britische Arbeiter von ausländischen Firmen diskriminiert würden.

Ein Sprecher von Premierminister Gordon Brown erklärte, die Verträge zum Bau der Anlage seien zu einer Zeit geschlossen worden, als es einen Mangel an Bauarbeitern in Grossbritannien gab. (dapd)

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