Verstärkter Einsatz gegen Hooligans

Aktualisiert

Verstärkter Einsatz gegen Hooligans

Die Polizeikommandanten der Schweiz fordern präventive Massnahmen gegen die zunehmende Gewalt bei Sportanlässen und Demonstrationen.

Zur Eindämmung der Strassengewalt müssten neue Wege eingeschlagen werden, heisst es in der im Anschluss an die Jahreskonferenz vom vergangenen Mittwoch und Donnerstag in Ermatingen (TG) verbreiteten Mitteilung. Die zunehmenden Personen- und Sachschäden, die bei Sportveranstaltungen und etwa am Rande von Demonstrationen entstünden, die immensen Kosten der deswegen nötigen Polizeieinsätze und das zunehmend beeinträchtigte Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zwängen zu neuen Lösungsansätzen. Als geeignete Massnahmen zur Eindämmung dieser Strassengewalt sehen die Polizeikommandanten eine verstärkte Informationsverarbeitung, Aufenthaltsverbote, Meldeauflagen, Ausreisebeschränkungen bis hin zum Polizeigewahrsam, wie sie im Ausland bereits mit Erfolg eingesetzt würden. Das im laufenden Gesetzgebungsverfahren über Massnahmen gegen Rassismus, Hooliganismus und Gewaltpropaganda federführende Bundesamt für Polizei plädiert zwar ebenfalls für diese präventivpolizeilichen Massnahmen, jedoch mit einer strikten Beschränkung auf Sportveranstaltungen. Die Schweizerischen Polizeikommandanten äusserten dagegen die Auffassung, dass neben den Hooligans auch Gewalttäter bei nicht sportlichen Publikumsveranstaltungen rechtlich härter angefasst werden sollten. (dapd)

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