Versteckte Kosten bei den Gratiskreditkarten
Aktualisiert

Versteckte Kosten bei den Gratiskreditkarten

Kostenlose Kreditkarten sind oftmals nur auf den ersten Blick umsonst. Es gilt auf die
Gebühren und auf die Zusatzbedingungen
zu achten.

von
Jeannette Schläpfer

Gratiskreditkarten haben Hochkonjunktur: Mehr als eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer besitzen bereits eine solche. Und ihre Zahl wächst. Denn immer mehr Detailhändler und Dienstleister bieten Gratiskreditkarten an. Neben Migros und Coop werben auch die Möbelkette Conforama, der Telekomriese Orange oder die Schweizerischen Bundesbahnen zusammen mit Jelmoli für ihre Gratiskarten. Selbst Automobilclubs wie der TCS locken mit ihren Angeboten: Wer an gewissen Tankstellen Treibstoff bezieht, erhält beispielsweise einen Rabatt.

Das «Gratis» bei diesen Kreditkarten bezieht sich oft jedoch nur auf die Kartengebühr im ersten Jahr. Bereits im Folgejahr können Bedingungen daran geknüpft sein. So erheben die SBB nur dann keine Kartengebühr, wenn der Inhaber gleichzeitig ein General- oder Halbtax-Abonnement besitzt. Und wer nicht Mitglied beim TCS ist, zahlt für die Kreditkarte 70 Franken im Jahr.

Wichtig sind auch die Gebühren. So betragen die Kosten für einen Bargeldbezug am Automaten im Ausland etwa 3,5 Prozent – gleich viel wie bei den meisten herkömmlichen Kreditkarten. Die Bearbeitungsgebühren für Einkäufe im Ausland sind sogar höher – im Schnitt um etwa 0,4 Prozent. Diese Kosten sind nicht unerheblich, da viele Kunden ihre Kreditkarte gerade im Ausland benutzen.

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