Verteidigungsminister von Sri Lanka entgeht Selbstmordattentat
Aktualisiert

Verteidigungsminister von Sri Lanka entgeht Selbstmordattentat

Ein Selbstmordattentäter hat in der srilankischen Hauptstadt Colombo einen Fahrzeugkonvoi des Verteidigungsministers angegriffen.

Minister G. Rajapakse, der auch der Bruder von Präsident Mahinda Rajapakse ist, habe den Anschlag unversehrt überlebt, teilte ein Militärsprecher mit. Bei der Explosion wurden mindestens 14 Menschen verletzt, sieben Soldaten und sieben Zivilpersonen.

Kurz danach begann die Polizei zu schiessen. Dabei wurde offenbar ein Mann tödlich getroffen. Ein Auto stand in Flammen. Die Regierung machte die tamilischen Rebellen für den Anschlag verantwortlich. Aus Angst vor Anschlägen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) herrschen in Colombo seit Monaten verschärfte Sicherheitsmassnahmen.

Die LTTE kämpfen seit 1983 für einen tamilischen Staat im Norden und Osten der Insel Ceylon. Der Konflikt kostete bislang etwa 65.000 Menschen das Leben. Ein 2002 vereinbarter Waffenstillstand ist faktisch zusammengebrochen. Die letzte Runde von Friedensgesprächen im Oktober in Genf ging ohne Fortschritte zu Ende. (dapd)

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