UBS in der Krise: Vertrauen gibts nicht von heute auf morgen
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UBS in der KriseVertrauen gibts nicht von heute auf morgen

Die Grossbank UBS kann das im Zuge der Finanzkrise verlorene Vertrauen nur über die Zeit wieder zurückgewinnen. Das geht laut SNB-Direktoriumsmitglied Thomas Jordan und UBS-Konzernchef Marcel Rohner nicht von heute auf morgen.

Das von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und dem Bund geschnürte Rettungspaket im Umfang von 68 Mrd. Fr. habe die Situation der UBS mit einem Schlag verbessert, sagte Jordan am Dienstagabend in der Sendung «Doppelpunkt» von Schweizer Radio DRS.

Über die Zeit werde das Rettungspaket für die UBS und den ganzen Finanzplatz eine positive Wirkung entfalten. Rohner sieht erste ermutigende Anzeichen einer Besserung. Die UBS zahle heute einen deutlich tieferen Preis für die Refinanzierung im Interbankenmarkt als auf dem Höhepunkt der Krise vor gut zwei Wochen.

Patient ausser Lebensgefahr

«Der Patient ist nicht mehr in Lebensgefahr. Er hat sich stabilisiert, und es geht langsam aufwärts», sagte Daniel Zuberbühler, Direktor der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Es sei zu hoffen, dass die positive Entwicklung anhalte. Das hänge aber auch vom weltweiten Umfeld für die Banken ab.

Jordan bekräftigte die von seinem SNB-Kollegen Philipp Hildebrand am letzten Sonntag geäusserte Kritik an der aktiven Abwerbung von UBS-Kunden namentlich durch Kantonalbanken. Es seien unschöne Dinge passiert, um die Probleme der UBS auszunützen.

«Die Schweizer Banken sitzen im gleichen Boot. Es müssen nun alle zusammenstehen», sagte Jordan. Es gelte, gemeinsam das Finanzsystem zu stabilisieren.

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