08.07.2019 17:29

Dählhölzli BE

Verunfallte Tiere an Raubtiere in Zoo verfüttert

Tiere die bei Verkehrsunfällen verletzt und getötet wurden, werden im Dählhölzli an die Raubtiere verfüttert. Diese seien nahrhaft und gesund für die Raubtiere.

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Im Berner Tierpark Dählhölzli wird nicht nur zubereitetes Fleisch an die Raubtiere verfüttert, sondern auch verunfallte Tiere.

Im Berner Tierpark Dählhölzli wird nicht nur zubereitetes Fleisch an die Raubtiere verfüttert, sondern auch verunfallte Tiere.

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Wildhüter und die Kantonspolizei bringen regelmässig verunfallte Tiere vorbei.

Wildhüter und die Kantonspolizei bringen regelmässig verunfallte Tiere vorbei.

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Für die Zootiere eine willkommenen Abwechslung.

Für die Zootiere eine willkommenen Abwechslung.

Keystone/Jean-christophe Bott

Im Dählhölzli in Bern wird nicht nur zubereitetes Fleisch an die Raubtiere verfüttert, sondern auch verunfallte Tiere. Wildhüter und die Kantonspolizei bringen diese regelmässig beim Zoo vorbei. Für die dortigen Bewohner eine willkommene Abwechslung: «Für unsere Raubtiere ist diese Nahrung besonders wertvoll, da naturnah und sehr gesund», sagt Doris Slezak, Leiterin Kommunikation des Tierparks Bern gegenüber der «Berner Zeitung».

Die Raubtiere könnten alle Bestandteile von verunfallten Tieren, verwerten, diese würden für sie wichtige Nährstoffe enthalten, die bei vorgeschnittenem und zubereitetem Fleisch fehlten. Laut Slezak werden alle gelieferten Kadaver vom eigenen Tierarzt geprüft, bevor sie verfüttert werden. Aus Gründen der Haltbarkeit werde nur auf Unfalltiere aus der Region zurückgegriffen. Was den Raubtieren aus ethischen Gründen nie zum Frass vorgeworfen wird, seien lebende Tiere. «Die Beutetiere sind immer tot», sagt Slezak.

Wildschweinjunge als Futter geschlachtet

Nicht nur verunfallte Wildtiere werden an die Zootiere verfüttert. Manchmal werden auch überzählige Jungtiere geschlachtet und den Raubtieren serviert. Vor allem Wildschweine würde es treffen. «Wenn Jungtiere in ein Alter kommen, in dem sie von ihren Eltern weggejagt werden, versuchen wir, sie in einem anderen Zoo zu platzieren», erklärt Bernd Schildger, Direktor des Tierparks Dählhölzli. Wenn dies nicht möglich sei, so komme es vor, dass Jungtiere deswegen geschlachtet werden müssten. Diese seien ein gefundenes Fressen für die Bären oder Wölfe.

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