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Lisa Montgomery (52)Verurteilte Mörderin wird am Dienstag doch nicht hingerichtet

Lisa Montgomery hatte 2004 eine schwangere Frau erwürgt und ihr daraufhin das Baby aus dem Bauch geschnitten. Dafür wurde die Amerikanerin zum Tode verurteilt. Die Vollstreckung der Todesstrafe wurde nun kurzfristig ausgesetzt.

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Lisa Montgomery (Bild) ermordete 2004 eine schwangere Frau.

Lisa Montgomery (Bild) ermordete 2004 eine schwangere Frau.

via Reuters
Daraufhin schnitt sie ihr das Kind aus dem Bauch.

Daraufhin schnitt sie ihr das Kind aus dem Bauch.

VIA REUTERS
Das 2007 verhängte Todesurteil wurde kurzfristig ausgesetzt.

Das 2007 verhängte Todesurteil wurde kurzfristig ausgesetzt.

AFP

Darum gehts

  • Lisa Montgomery ist die erste Frau seit 70 Jahren, die in den USA hingerichtet werden soll.

  • Nun wurde die Vollstreckung der Todesstrafe kurzfristig ausgesetzt.

  • Die Verurteilte hatte 2004 einer Schwangeren das Baby aus dem Bauch geschnitten.

In den USA hat ein Gericht die Vollstreckung des ersten Todesurteils gegen eine Frau seit 70 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die wegen eines grausamen Mordes an einer Schwangeren zum Tode verurteilte 52-jährige Lisa Montgomery, werde nicht wie vorgesehen am Dienstag hingerichtet, erklärte ein Gericht im Bundesstaat Indiana am Montag. Richter James Hanlon begründete den Aufschub mit dem schlechten psychischen Zustand der in Indiana inhaftierten 52-Jährigen.

Die dem Gericht vorliegenden Berichte zeigten laut Hanlon, dass sich die mit einem beschädigten Gehirn geborene Montgomery derzeit mental «weit von der Realität entfernt» befindet. Dies mache eine Hinrichtung unmöglich, da Täter den Grund für ein Todesurteil begreifen können müssten. Allerdings hätten sowohl die Regierung als auch die Öffentlichkeit ein Interesse an der zeitgerechten Vollstreckung von Hinrichtungen, führte Hanlon aus. Das Gericht werde rasch über das weitere Vorgehen beraten.

Umwandlung von Todes- zu lebenslanger Haftstrafe

Die Anwälte Montgomerys hatten in der vergangenen Woche auch US-Präsident Donald Trump um Gnade ersucht. Sie baten um Umwandlung der Todes- in eine lebenslange Haftstrafe. Die Anwälte der 52-Jährigen argumentierten in ihrem Brief an den scheidenden Präsidenten, ihre Mandantin sei zum Tatzeitpunkt im Jahr 2004 psychisch schwer krank gewesen.

Montgomery hatte damals eine Hochschwangere erwürgt und ihr dann das Baby aus dem Bauch geschnitten. Der Vollzug des Todesurteils wäre die erste Hinrichtung einer Frau durch die US-Bundesjustiz seit dem Jahr 1953. Der am Mittwoch kommender Woche aus dem Amt scheidende Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe.

Bei ihrer Verhaftung hatte sie das gestohlene Baby bei sich

Montgomery war einen Tag nach der Tat in ihrem Haus in Skidmore im US-Bundesstaat Missouri, rund 250 Kilometer vom Tatort entfernt, festgenommen worden. Das geraubte Baby, das die grausige Tat überlebte, hatte sie bei sich. Vor ihrem Geständnis erzählte sie der Polizei und ihrem Mann, dass sie das Mädchen selbst zur Welt gebracht habe.

Montgomery wurde im Jahr 2007 zum Tode verurteilt. Das US-Justizministerium entschied im vergangenen Jahr in ihrem Fall sowie bei zwölf anderen zum Tode verurteilten Häftlingen in US-Bundesgefängnissen, dass die Hinrichtungen vollzogen werden sollten. Zuvor waren Hinrichtungen durch die Bundesjustiz 17 Jahre lang ausgesetzt gewesen.

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Hier findest du Hilfe:

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Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

(AFP)

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