Verwahrung für 47-jährigen Pädophilen?
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Verwahrung für 47-jährigen Pädophilen?

Ein 47-jähriger Schweizer steht seit gestern wegen mehrfacher Unzucht mit minderjährigen Knaben vor dem Strafgericht. Den Opfern zahlte er dafür jeweils «Taschengeld».

Der Angeklagte sass in der Schweiz und in Deutschland bereits wegen ähnlichen Delikten im Gefängnis. Kurz nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug in Deutschland machte er sich im Jahr 2003 in Basel erneut auf die Suche nach 11- bis 15-jährigen Knaben. Seine Opfer, die er beispielsweise im Freibad kennenlernte, lockte er unter dem Vorwand in seine Wohnung, sie könnten bei ihm Billard, Dart und Computer spielen.

Wenn der gelernte Schreiner jeweils ausgelotet hatte, wie weit die Jugendlichen gehen würden, legte er ihnen eine Preisliste vor: So gab es etwa Geld für Aktfotos, Billardspielen in der Unterhose, gemeinsam nackt im Bett liegen oder für Oral- und Analverkehr. Bis zur Festnahme im Juli 2005 missbrauchte er 12 bis 14 Knaben, bei sieben blieb es beim Versuch.

Vor Gericht erklärte der psychisch angeschlagene Mann gestern, dass er nach der Entlassung «Kollegen» gesucht habe. Da ihn weder Kinder noch Erwachsene interessieren, habe er den Kontakt zu «netten und gefühlvollen» Pubertierenden gesucht. Er sei jedoch nicht pädophil. Das Urteil wird nächste Woche erwartet. Eine psychologische Gutachterin empfiehlt die Verwahrung.

(dd)

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