Aktualisiert 25.03.2018 18:19

London oder doch Paris?Verwirrspiel um Thomas Tuchel

Der begehrte Coach sagt den Bayern ab. Wohin es ihn zieht, bleibt vorerst ein Rätsel, obwohl sein Wechsel zu Arsenal als fix vermeldet wurde.

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kai
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Klar ist: Thomas Tuchel wird nicht Bayern-Trainer. Aber wie heisst sein neuer Arbeitgeber?

Klar ist: Thomas Tuchel wird nicht Bayern-Trainer. Aber wie heisst sein neuer Arbeitgeber?

Peter Kneffel
Zuerst verkündete der «Kicker», der 44-Jährige beerbe in London Arsène Wenger, der seit Herbst 1996 Manager bei den Gunners ist.

Zuerst verkündete der «Kicker», der 44-Jährige beerbe in London Arsène Wenger, der seit Herbst 1996 Manager bei den Gunners ist.

Getty Images/Julian Finney
Andere Medien dementierten dies und schrieben, am wahrscheinlichsten sei, dass Tuchel Nachfolger von PSG-Trainer Unai Emery werde.

Andere Medien dementierten dies und schrieben, am wahrscheinlichsten sei, dass Tuchel Nachfolger von PSG-Trainer Unai Emery werde.

AFP/Franck Fife

Wer einen Hitzfeld und van Gaal hatte, einen Guardiola und Ancelotti, der wird doch wohl auch einen Tuchel bekommen. Und überhaupt: Lässt sich mit dem Namen FC Bayern München nicht sowieso jeder beliebige Wunschkandidat ködern? Mitnichten.

Die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters hätten nächste Saison gern Thomas Tuchel an der Säbener Strasse gesehen, doch der Fussballlehrer nahm sich die Freiheit, ihnen einen Korb zu geben. Der 44-Jährige hat eine Alternative, die ihm mehr zusagt – bleibt die Frage, welche das ist.

Fährte führt zu PSG

Der gewöhnlich bestens informierte «Kicker» vermeldete am Sonntagvormittag, Tuchel werde bei Arsenal Arsène Wenger beerben, der seit Herbst 1996 Manager der Gunners ist. Wenige Stunden später dementierten dies verschiedene Medien, darunter die «Süddeutsche Zeitung».

Sie schrieb, bei Tuchels neuem Arbeitgeber handle es sich «auf keinen Fall» um Arsenal. Eine deutlichere Fährte führe zu Paris St-Germain, wobei auch die Namen Chelsea, Tottenham und gar Real Madrid fielen. Jedenfalls werde Tuchel einen Club übernehmen, «der jederzeit die Champions League» gewinnen könne.

Bayerns Werben kam zu spät

Und die Bayern? Sie sind so klug als wie zuvor. Im Herbst wäre Tuchel bereit gewesen, anzuheuern, als ihn Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als Ancelotti-Nachfolger verpflichten wollte. Doch Präsident Uli Hoeness setzte sich durch und reaktivierte seinen Freund Jupp Heynckes.

Als Tuchel ihnen nun am Donnerstag mitteilte, er werde ein anderes Angebot annehmen, versuchten Rummenigge, Hoeness und Sportdirektor Hasan Salihamidzic tags darauf, ihn per Telefonkonferenz umzustimmen, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Das intensive Werben kam zu spät.

Und so wissen sie in München weiterhin nur etwas: dass der Trainer für 2018/19 weder Heynckes noch Tuchel heisst.

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