Aktualisiert 08.09.2009 18:55

DeutschlandVerwirrung um Althaus

Fünf Tage nach seinem Rücktritt ist der Ministerpräsident des ostdeutschen Bundeslandes Thüringen, Dieter Althaus, in die Erfurter Staatskanzlei zurückgekehrt. Dort leitete er die Sitzung der Regierung.

Dies begründete der 51-Jährige mit der Landesverfassung, nach der er bis zur Berufung einer neuen Regierung im Amt bleibt. Althaus sprach auch erstmals zu seinem Rücktritt in der vergangenen Woche nach der Wahlniederlage seiner Partei, der CDU.

Er habe die Verantwortung für das Wahlergebnis übernommen und den Weg für Sondierungsgespräche mit der SPD frei gemacht, sagte er. Althaus' Rückkehr löste aber Spekulationen über einen Machtkampf in der CDU Thüringens aus und stiess bei vielen auf Unverständnis.

Nach dem Willen der CDU-Spitze soll nämlich Christine Lieberknecht, Thüringens Sozialministerin, Ministerpräsidentin in einer Koalition mit der SPD werden. In einer Krisensitzung nominierte das Präsidium die 51-Jährige am Dienstag in Erfurt einstimmig.

(sda)

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