Verwirrung um Pflichtkurse für neue Hundebesitzer
Aktualisiert

Verwirrung um Pflichtkurse für neue Hundebesitzer

Fifi und sein Herrchen müssen neu in Pflicht-Hundekurse – aber für Halter, Staat und Ausbildner ist noch vieles unklar.

von
Anna Luethi

Jährlich schaffen in den beiden Basel laut dem städtischen Kantonstierarzt Markus Spichtig rund 1500 Personen einen Hund an. Am Montag trat ein neues Tierschutzgesetz in Kraft, das allen Neuhaltern einen Ausbildungskurs vorschreibt. Dieser umfasst Theorie-abende sowie praktische Lektionen. «Den Inhalt der Kurse kennen wir noch nicht», sagt Spichtig. Seine Hauptaufgabe sei momentan noch die Information der Hün­deler.

Ausbildner brauchen eine Bewilligung vom Bundesamt für Veterinärwesen. «Wir wissen nicht, wie wir das Gesetz umsetzen sollen – es herrscht völliges Chaos», so Yvonne Bucher, Präsidentin von Hundesport Birsfelden. Auch Carole Somazzi vom Dressurverein Basel ist unzufrieden: «Wer Hundesport macht, sollte diesen Kurs nicht machen müssen.» Für die Hundesportler kämen lediglich Zusatzkosten auf, die Fähigkeiten besässen sie bereits. Der Kantonstierarzt ist vor allem aus Kapazitätsgründen skeptisch: «Die Kurse werden schnell überbucht sein.» Manche Halter müssten dann lange auf die Ausbildung warten – dabei wäre eine Erziehung von sechs bis zwölf Monaten Dauer am sinnvollsten.

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