Sonnenuntergang: Verzaubert uns heute das letzte Abendrot?
Aktualisiert

SonnenuntergangVerzaubert uns heute das letzte Abendrot?

Abends hat der Himmel in letzter Zeit oft ein farbenfrohes Spektakel geboten. Doch bald steht eine Pause bevor.

von
B. Zanni
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Im Kanton Zürich wie etwa hier in Herrliberg kamen viele Menschen in den Genuss von schönen Sonnenuntergängen.

Im Kanton Zürich wie etwa hier in Herrliberg kamen viele Menschen in den Genuss von schönen Sonnenuntergängen.

Leser-Reporter/Leser-Reporter
Auch in Basel (Birsfelden) ...

Auch in Basel (Birsfelden) ...

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... zeigte sich der Himmel abends ...

... zeigte sich der Himmel abends ...

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Zurzeit teilen Schweizer auf Social Media und Whatsapp fast täglich Fotos von atemberaubenden Sonnenuntergängen. Ob in Zürich, Basel, Genf oder dem Tessin – in allen Ecken der Schweiz verzaubert der Himmel die Menschen seit einiger Zeit mit den kitschigsten Farbenspielen.

Auf den Bildern verfärbt sich der Himmel von tieforange über leuchtendes Gelb bis hin zu den süssesten Pastelltönen. Viele Bewunderer der abendlichen Naturspektakel sehen darin bereits ein aussergewöhnliches Wetterphänomen.

«Spektakuläre Sonnenuntergänge häufen sich»

«Tatsächlich häufen sich in der Schweiz in letzter Zeit spektakuläre Sonnenuntergänge», sagt Patrick Suter von Meteonews. Grund dafür sei, dass Wolken und Sonne zurzeit die optimalen Voraussetzungen dafür bieten. Im Herbst scheine die Sonne flacher. Gleichzeitig erreichten uns abends zurzeit viele Wolken vom Westen. «Da die Sonne beim Untergehen diese Wolken anstrahlt, kommt es zum intensiven Abendrot.» Die tiefliegende Sonne breche zudem das Licht anders. «Die rote Farbe wird gestreut, sodass verschiedene Farbnuancen entstehen.»

Am gestrigen Dienstagabend mussten die Schweizer an den meisten Orten auf ein atemberaubendes Abendrot verzichten. «Da der Dienstag fast wolkenlos war, gab es in den meisten Regionen nicht mehr als ein paar leuchtende Schleierwolken am Himmel zu bestaunen.» Auf gar kein Farbspektakel freuen kann man sich am Donnerstag. Dann wird die Schweiz laut Suter von einer Front gestreift. «Vor allem am Nordrand hat es zu viele Wolken, sodass die Sonne im Norden nicht mehr genug durchscheinen kann.»

Ähnlich sehe es am Wochenende aus. Dennoch besteht aber immer wieder Hoffnung auf ein schönes Abendrot. «Dieses Phänomen ist nicht jahreszeitenabhängig. Nötig ist lediglich die Konstellation, dass die Wolken im flachen Winkel von der Sonne angeleuchtet werden.» Dies sei jeweils abends und auch morgens möglich – dann für ein schönes Morgenrot.

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