Muttenz BL: Verzögern Einsprachen Bundes-Asylzentrum?

Aktualisiert

Muttenz BLVerzögern Einsprachen Bundes-Asylzentrum?

Mindestens drei Einsprachen sind beim Kanton Baselland gegen das geplante Bundes-Asylzentrum Feldreben in Muttenz eingegangen.

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Das Areal der ehemaligen Feldreben-Deponie mit dem ehemaligen Lastwagen-Terminal, in Muttenz, am Dienstag, 17. Mai 2016. Hier will der Bund ein Empfangszentrum für Flüchtlinge mit 500 Plätzen betreiben.

Das Areal der ehemaligen Feldreben-Deponie mit dem ehemaligen Lastwagen-Terminal, in Muttenz, am Dienstag, 17. Mai 2016. Hier will der Bund ein Empfangszentrum für Flüchtlinge mit 500 Plätzen betreiben.

Keystone/Georgios Kefalas
Am 30. Mai lief die Einsrpachefrist dagegen ab. Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet, gingen mindestens drei Einsprachen innert der Frist ein.

Am 30. Mai lief die Einsrpachefrist dagegen ab. Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet, gingen mindestens drei Einsprachen innert der Frist ein.

Keystone/Georgios Kefalas
Die Anlage soll bereits im August 2016 in Betrieb gehen. Asylbewerber sollen hier registriert werden und innert zwei Wochen in ein kantonales Durchgangszentrum vermittelt werden.

Die Anlage soll bereits im August 2016 in Betrieb gehen. Asylbewerber sollen hier registriert werden und innert zwei Wochen in ein kantonales Durchgangszentrum vermittelt werden.

Keystone/Georgios Kefalas

Gegen das geplante temporäre Bundes-Asylzentrum in Muttenz BL sind bisher drei Einsprachen eingegangen. Dies war am Montag bei der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft (BUD) zu erfahren. Die Einsprachefrist gegen das Bauvorhaben ist am Montag abgelaufen. Da das Datum des Poststempels zählt, sind weitere Einsprachen indes nicht auszuschliessen, wie ein Sprecher der BUD auf Anfrage sagte.

Zu Urheber und Inhalt der Einsprachen gibt der Kanton keine Auskunft. Behandelt werden die Einsprachen vom Bauinspektorat. Ob sie zu Verzögerungen des Projekts führen, bleibt trotz Nachfrage derzeit unklar.

Bei Bedarf bis zu 900 Plätze

Auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Feldreben sollen ab August bis zu 500 Asylsuchende untergebracht werden. Bei Bedarf soll das Zentrum später auf bis zu 900 Plätze ausgebaut werden können. Genutzt werden soll es in erster Linie zur Registrierung von Asylsuchenden, die sich gemäss Bund im Durchschnitt jeweils zwei Wochen lang in Muttenz aufhalten sollen.

Untergebracht werden sollen die Asylsuchenden in Wohnmodulen aus Gasbeton- und Holz-Brandschutzplatten, die in den bestehenden Gebäuden des leerstehenden Logistikareals aufgebaut werden. Weiter sind auf dem Gelände ein Spielplatz, ein Kletterplatz und Sportanlagen geplant.

Die Kosten für die Infrastruktur sowie die Betreuung und Beschäftigung der Asylsuchenden übernimmt der Bund. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) will ab Juni 40 Arbeitsplätze in Muttenz einrichten.

Befristet auf zwei Jahre

Die Nutzung des Geländes ist ab Inbetriebnahme vorerst auf zwei Jahre befristet vorgesehen, wie es bei der Präsentation des Projektes Mitte Mai hiess. Eine Verlängerung könne jedoch vor Ablauf der zwei Jahre neu verhandelt werden, sofern dies der Zeitplan der Deponie-Sanierung zulasse.

Die Deponie Feldreben war einst eine Kiesgrube und wurde von 1918 bis 1967 mit Hauskehricht, Bauschutt und Gewerbeabfällen aufgefüllt. Von 1940 bis 1957 lagerten auch Basler Chemie- und Pharmafirmen darin Abfälle ab. Nach der Deponieschliessung wurde das rund 52'000 Quadratmeter grosse Gelände von Gewerbebetrieben überbaut und als Lastwagenterminal genutzt. (sda)

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