Veteranen bekommen dank Kriegsfilm mehr Rente
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Veteranen bekommen dank Kriegsfilm mehr Rente

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac war vom Kriegsdrama «Indigènes» so ergriffen, dass er eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Veteranen aus den früheren Kolonien forderte.

Das Kriegsdrama «Indigènes» (Days of Glory) über nordafrikanische Soldaten in der französischen Armee hat schon vor dem Kinostart am Mittwoch eine Menge bewirkt: Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie bestätigte am Montag, dass die Renten für die Überlebenden nun deutlich erhöht würden.

«Fast 40 Jahre lang gab es keinerlei Anerkennung für diejenigen, die uns bei der Befreiung des Landes von den Nazis zur Hilfe gekommen sind», sagte Alliot-Marie dem Radiosender France Inter. Erst spät wurde eine Rente auf Grundlage der jeweiligen Kaufkraft in den Heimatländern der Veteranen eingeführt, wie sie erklärte. Doch nun wolle der Staat eine Anerkennung auf dem gleichen Niveau wie in Frankreich aufbringen. Die genaue Zahl der Empfänger nannte Alliot-Marie nicht. Es werde allerdings eine «relativ bedeutenden Summe» notwendig, die das Finanzministerium noch freigeben müsse.

Chirac hatte «Indigènes» Anfang September gesehen. Der Film von Rachid Bouchareb beklagt das Schicksal der Soldaten aus den früheren Kolonien, die während des Zweiten Weltkriegs für Frankreich kämpften. Bei den Filmfestspielen in Cannes erhielten die vier Hauptdarsteller die Auszeichnung für die besten männlichen Schauspieler. (dapd)

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