GP von Abu Dhabi: Vettel als Favorit in der arabischen Dämmerung
Aktualisiert

GP von Abu DhabiVettel als Favorit in der arabischen Dämmerung

Der Formel-1-Zirkus ist von Indien nach Abu Dhabi umgezogen. Dort geht der WM-Kampf zwischen Sebastian Vettel und Fernando Alonso weiter. Die Vergangenheit spricht für den Deutschen.

von
fbu

Am Wochenende steigt in Abu Dhabi das drittletzte Rennen der Saison. Der Kampf um den WM-Titel ist spannend, Sebastian Vettel hat sich in den letzten Rennen aber nicht nur die Führung erkämpft, sondern auch zum Titel-Favoriten gemausert. 13 Punkte beträgt sein Vorsprung auf Fernando Alonso.

Wenn Vettel weiter auf so dominante Art und Weise vorneweg fährt - in den vergangenen drei Rennen führte er ununterbrochen -, dürfte ihm die Titelverteidigung nicht mehr zu nehmen sein. Auch die Statistik spricht für den Deutschen: Bislang gewannen 16 Fahrer in der Geschichte der Formel 1 vier Rennen nacheinander und jedes Mal sackten sie anschliessend den Titel ein.

Vettel stapelt weiterhin tief

«Mir macht Abu Dhabi Spass», sagt Vettel gegenüber «motorsport-magazin.com». «Aber der Kampf wird hart. Er war schon das ganze Jahr über hart und es gibt keinen Grund, warum das jetzt anders aussehen sollte. Wir müssen am Gas bleiben.» Vettel predigt vor dem drittletzten Rennen des Jahres also weiterhin die Taktik der kleinen Schritte. Dabei konnte der 25-Jährige mit Zuversicht im Gepäck nach Abu Dhabi reisen: Bei der Streckenpremiere 2009 gewann er und 2010 machte er den Titel klar. In der vergangenen Saison musste Vettel das Rennen zwar kurz nach dem Start wegen eines Aufhängungsschadens aufgeben – den WM-Titel hatte er sich zu diesem Zeitpunkt schon gesichert.

Weniger gut sind Alonsos Erinnerungen an die Strecke von Abu Dhabi. 2009 schaute lediglich ein 14. Platz heraus. Schuld daran war vor allem sein Bolide: Alonso sass damals noch im Renault-Cockpit und das Team hatte die Weiterentwicklung des Wagens bereits eingestellt, um sich auf die neue Saison zu konzentrieren. Im Jahr darauf war die Platzierung zwar besser, die Enttäuschung am Ende aber umso grösser: Alonso ging als WM-Führender in das letzte Rennen der Saison. Aufgrund einer falschen Boxenstrategie reichte es dem Spanier nur für Rang 7, was ihn den Weltmeistertitel kostete. Vielleicht lässt sich die etwas harsch geratene Kampfansage Alonsos auf Twitter damit erklären.

Sauber will Wiedergutmachung

Nach dem verpatzten Rennen in Indien will das Sauber-Team in Abu Dhabi wieder in die Punkteränge fahren. Die beiden Piloten freuen sich auf den Einsatz in der arabischen Dämmerung. Startzeit ist in Abu Dhabi nämlich 17 Uhr Ortzeit, das heisst, das Rennen beginnt kurz vor Sonnenuntergang und wird unter Flutlicht beendet. «Ich finde den Grand Prix von Abu Dhabi klasse, weil es als einziges Rennen der Saison im Zwielicht ausgetragen wird», meint Kamui Kobayashi. Auch für Sergio Perez ist es eine wichtige Rennstrecke – und zwar aus persönlichen Gründen. «Für mich ist es ein besonderes Rennen, weil es 2009 erst mein zweiter Grand Prix überhaupt war und ich gleich Punkte geholt habe.» Bleibt zu hoffen, dass er auch in seinem letzten Abu-Dhabi-Rennen für das Sauber-Team Punkte einfahren kann.

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