GP von Brasilien: Vettel gewinnt - Alonso lacht sich ins Fäustchen
Aktualisiert

GP von BrasilienVettel gewinnt - Alonso lacht sich ins Fäustchen

Sebastian Vettel gewinnt den GP von Brasilien vor Teamkollege Mark Webber und WM-Leader Fernando Alonso. Webber kann deshalb nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden.

Sebastian Vettel feiert seinen Sieg in Brasilien

Sebastian Vettel feiert seinen Sieg in Brasilien

Das Red-Bull-Duo Vettel/Webber feiert im Grand Prix von Brasilien einen Doppelerfolg und vertagt damit die WM-Entscheidung.

Damit steht Red Bull-Renault erstmals als Formel-1-Weltmeister der Konstrukteure fest. Der Fünfkampf um den Fahrertitel wurde in São Paulo derweil auf einen Dreikampf reduziert. Fernando Alonso verteidigte seine Führung mit dem 3. Platz erfolgreich. Vor dem letzten Rennen am nächsten Sonntag in Abu Dhabi liegt der Ferrari-Fahrer noch acht Punkte vor Mark Webber. Sebastian Vettel hat nach dem vierten Saisonsieg wieder deutlich bessere Perspektiven. Der Deutsche weist 15 Punkte Rückstand auf Alonso auf.

McLaren-Mercedes hat sich dagegen aus dem Titelkampf verabschiedet. Lewis Hamilton verfügt nach seinem 4. Platz mit 24 Punkten Rückstand zwar noch über eine minimale theoretische Chance. Jenson Button wurde Fünfter und verpasst die erfolgreiche Titelverteidigung damit definitiv.

Der GP von Brasilien verlief für einmal in geordneten Bahnen. Nico Hülkenberg, der für das Williams-Team sensationell die Pole-Position herausgefahren hatte, wurde nach hinten durchgereicht und klassierte sich am Ende im 8. Rang. Vettel schob sich schon beim Start an seinem Landsmann vorbei, Webber schaffte es ebenfalls noch in der ersten Runde. Zwei Wochen nach dem einzigen Doppelausfall war damit der Grundstein für den vierten Doppelerfolg für Red Bull-Renault in dieser Saison schon gelegt. Auch eine Saf ety-Car-Phase nach einem Crash von Vitantonio Liuzzi 20 Runden vor Schluss brachte keine nennenswerten Verschiebungen mehr.

Nachdem es in den letzten beiden Rennen jeweils mit beiden Fahrern in den Punkterängen klassiert war, holte Sauber-Ferrari dieses Mal immerhin einen Zähler. Kamui Kobayashi überholte in der Schlussphase Jaime Alguersuari und wurde Zehnter. Nick Heidfeld belegte nach einer Durchfahrtsstrafe wegen Missachtens der blauen Flagge den 17. Platz. Der Waadtländer Sébastien Buemi wurde im Toro Rosso-Ferrari Dreizehnter.

São Paulo. Grand Prix von Brasilien (71 Runden à 4,309 km/305,909 km):

1. Vettel, Red Bull-Renault, 1:33:11,803 (196,944 km/h).

2. Webber (Au), Red Bull-Renault, 4,243 Sekunden zurück.

3. Alonso (Sp), Ferrari, 6,807.

4. Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 14,634.

5. Button (Gb), McLaren-Mercedes, 15,593.

6. Nico Rosberg (De), Mercedes, 35,320.

7. Michael Schumacher (De), Mercedes, 43,456.

8. eine Runde zurück: Nico Hülkenberg (De), Williams-Cosworth.

9. Robert Kubica (Pol), Renault.

10. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari.

11. Jaime Alguersuari (Sp), Toro Rosso-Ferrari.

12. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes.

13. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari.

14. Rubens Barrichello (Br), Williams-Cosworth.

15. Felipe Massa (Br), Ferrrari.

16. Witali Petrow (Russ), Renault.

17. Nick Heidfeld (De), Sauber-Ferrari.

18. Heikki Kovalainen (Fi), Lotus-Cosworth.

19. Jarno Trulli (It), Lotus-Cosworht.

20. zwei Runden zurück: Timo Glock (De), Virgin-Cosworth.

21. Bruno Senna (Br), HRT-Cosworth.

22. sechs Runden zurück: Christian Klien (Ö), HRT-Cosworth.

WM-Stand (18/19). Fahrer:

1. Alonso 246.

2. Webber 238.

3. Vettel 231.

4. Hamilton 222.

5. Button 199.

6. Massa 143.

7. Rosberg 130.

8. Kubica 126.

9. Schumacher 72.

10. Barrichello 47.

11. Sutil 47.

12. Kobayashi 32.

13. Hülkenberg 22.

14. Liuzzi 21.

15. Petrow 19.

16. Buemi 8.

17. Pedro de la Rosa (Sp) 6.

18. Heidfeld 6.

19. Alguersuari 3

Teams:

1. Red Bull-Renault 469 (Weltmeister).

2. McLaren-Mercedes 421.

3. Ferrari 389.

4. Mercedes 202.

5. Renault 145.

6. Williams-Cosworth 69.

7. Force India-Mercedes 68.

8. Sauber-Ferrari 44.

9. Toro Rosso-Ferrari 11.

Letztes Rennen:

Grand Prix der Vereinigten Arabischen Emirate in Abu Dhabi am 14. November. (si)

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