GP von Ungarn: Vettel gewinnt in Ungarn und zieht mit Senna gleich
Aktualisiert

GP von UngarnVettel gewinnt in Ungarn und zieht mit Senna gleich

Sebastian Vettel feiert in Ungarn seinen 41. GP-Erfolg. Marcus Ericsson holt für Sauber als Zehnter einen WM-Punkt.

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Sonntag, 26. Juli 2015 Sebastian Vettel gewinnt auf dem Hungaroring. Es ist sein 41. GP-Sieg und er zieht damit mit Ayrton Senna gleich.

Sonntag, 26. Juli 2015 Sebastian Vettel gewinnt auf dem Hungaroring. Es ist sein 41. GP-Sieg und er zieht damit mit Ayrton Senna gleich.

AFP/Andrej Isakovic
Die Mercedes verspielen ihre gute Ausgangslage gleich am Start. Auch sonst verläuft das Rennen turbulent.

Die Mercedes verspielen ihre gute Ausgangslage gleich am Start. Auch sonst verläuft das Rennen turbulent.

epa/Tamas Kovacs
Marcus Ericsson holt als Zehnter einen WM-Punkt für Sauber.

Marcus Ericsson holt als Zehnter einen WM-Punkt für Sauber.

FreshFocus/Mark Sutton

Sebastian Vettel gewinnt erstmals den Grand Prix von Ungarn. Der Deutsche feiert den zweiten Saisonsieg. Mit seinem insgesamt 41. Triumph in der Formel steht er nun auf einer Stufe mit Ayrton Senna.

Lewis Hamilton hatte sich mit der Eroberung der Pole-Position die optimale Ausgangslage geschaffen, um den Grand Prix von Ungarn als erster Fahrer zum fünften Mal zu gewinnen. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Vorerst sorgte Felipe Massa für den Abbruch des Startprozederes und eine zweite Installationsrunde, weil er seine Position nicht vorschriftsgemäss eingenommen hatte. Der Brasilianer wurde zur Strafe mit einem Zeitzuschlag von fünf Sekunden belegt. Und dann der Beginn des Rennens, der in die Geschichte eingehen wird. Hamilton kam extrem schlecht weg. Vettel, Räikkönen und auch Nico Rosberg nutzten ihre Chance und zogen am Weltmeister vorbei. Für Hamilton sollte es kurz darauf noch schlimmer kommen. Nach einer zu forschen Attacke gegen Teamkollege Nico Rosberg kam er von der Strecke ab und fand sich danach nur noch auf Position 10 wieder.

Hamilton vergibt zweite Chance

Trotz der grossen Hypothek schien Hamilton doch noch einmal in den Kampf um die vordersten Plätze eingreifen zu können. Nach einem Unfall von Nico Hülkenberg im Force India, an dem der Frontflügel weggebrochen war, wurde das Rennen vorerst durch den virtuellen und schliesslich durch den «richtigen» Safety-Car neutralisiert. Der zu jenem Zeitpunkt auf Platz 4 fahrende Hamilton hatte seinen Rückstand von über 45 Sekunden mit einem Schlag wettgemacht.

Doch nochmals sollte es nicht im Sinne des Engländers laufen. Wegen einer selbstverschuldeten Kollision mit Daniel Ricciardo im Red Bull musste Hamilton vorerst einen neuen Frontflügel abholen. Danach wurde er für das Vergehen gegen den Red-Bull-Fahrer auch noch mit einer sogenannten Drive-Through-Strafe belegt, womit sich der Weltmeister endgültig aus dem Kreis der Anwärter auf einen Spitzenplatz verabschiedete. Am Ende blieb ihm Platz 6. Gleichwohl vermochte er seine Führung in der WM-Gesamtwertung auszubauen. Er liegt neu 21 Punkte vor Teamkollege Nico Rosberg.

Vettel zieht mit Senna gleich

Vettel feierte seinen zweiten Saisonsieg nach jenem von Ende März in Malaysia. Insgesamt war es der 41. Triumph in der Formel 1 für den vierfachen Champion, womit er nunmehr auf einer Stufe mit dem unvergessenen Ayrton Senna liegt. Räikkönen dagegen vermochte aus dem gelungenen Start kein Kapital zu schlagen. Der Finne wurde wegen eines Antriebsdefekts zur Aufgabe gezwungen.

Hinter Vettel klassierte sich Red-Bull-Fahrer Daniil Kwjat, der sich seinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1 sicherte, und Vorjahressieger und Teamkollege Ricciardo. Der Australier stand auch am Ursprung für das Abrutschten von Rosberg in der Rangliste. Der Deutsche hatte an zweiter Stelle gelegen, als er mit dem Auto mit Ricciardo kollidierte und sich damit den linken Hinterreifen beschädigte. Für Rosberg blieb nach dem nötig gewordenen zusätzlichen Boxenstopp nur Rang 8.

Ericsson holt WM-Punkt für Sauber

Auch für das Team Sauber gab es einen WM-Punkt. Marcus Ericsson wurde vor Teamkollege Felipe Nasr Zehnter. Mehr lag nicht drin für den Schweden und den Brasilianer, die lediglich aus den Positionen 17 respektive 18 zum Rennen gestartet waren.

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