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GP von ChinaVettel holt Pole in Schanghai

Beim GP von China holt der Deutsche Sebastian Vettel die Pole-Position vor Mark Webber und Fernando Alonso. Sébastien Buemi wird 13. des Qualifying.

Der GP von China. (Quelle: Allianz)

Im Vorjahr belegten Sebastian Vettel und Mark Webber im GP von China die Ränge 1 und 2. Für ihren Arbeitgeber Red Bull-Renault war der erste GP-Triumph gleich ein doppelter. Der Sieg in Schanghai führt auch heuer über den Rennstall aus Milton Keynes. Vettel startet bereits zum dritten Mal in dieser Saison aus der Pole- Position, Webber sorgte wie schon vor drei Wochen in Melbourne dafür, dass die Bullen die erste Startreihe monopolisieren.

Vettel war in den freien Trainings noch deutlich langsamer als der Australier und fand die richtige Abstimmung erst im letzten Moment. Die Mechaniker nutzten die Mittagspause zu etlichen Korrekturen, was ihnen Teamplayer Vettel bei jeder Gelegenheit dankte. Bisher brachte die Pole-Position dem 22-jährigen Deutschen in dieser Saison kein Glück. In Bahrain wurde er wegen einer defekten Zündkerze statt Erster nur Vierter, in Australien verpasste er den Sieg wegen einer kaputten Bremsscheibe und schied aus. Den einzigen Saisonerfolg feierte Vettel vor zwei Wochen in Malaysia, wo sich Webber den besten Startplatz gesichert hatte.

Fernando Alonso und Nico Rosberg besetzen vor dem McLaren-Duo Jenson Button/Lewis Hamilton die zweite Reihe. Rosberg fügte seinem Teamkollegen Michael Schumacher (9. Startplatz) im internen Vergleich eine weitere Niederlage zu. Die vermeintliche Nummer 2 distanzierte den siebenfachen Weltmeister so deutlich wie noch nie. Den Vorstoss in den dritten Qualifying-Teil der besten zehn schaffte Schumacher nur mit 33 Tausendsteln Reserve.

Top-Ten-Durchgang in weiter Ferne

Das Sauber-Team liess keine Aufwärtstendenz erkennen. Im Gegenteil: Die Startplätze 15 für Kamui Kobayashi und 17 für Pedro de la Rosa bedeuteten das schlechteste Qualifikationsresultat der so enttäuschenden ersten Saisonphase. Kobayashi, der heute endlich einmal ins Ziel kommen will, klagte über fehlenden Grip, die Bremsstabilität und Untersteuern.

De la Rosa verlor das Duell gegen den Teamkollegen vor allem, weil beim Anbremsen der Spitzkehre seine Hinterräder blockierten. Dem neuen Technischen Direktor James Key blieb nur das bittere Fazit: «Es gab Potenzial, noch ein wenig weiter vorne zu landen, aber wir sind nicht in der Lage, es ins dritte Qualifying der besten zehn zu schaffen.»

Unglücklich kämpfte Sébastien Buemi (13. Startplatz). Der Romand musste seinem Stallgefährten Jaime Alguersuari (12.) erstmals den Vortritt lassen. Weil Buemi wegen technischer Probleme und seines Unfalls am Freitag nicht dazu gekommen war, sein Auto abzustimmen, war das Verdikt alles andere als verwunderlich. Den Umständen entsprechend zeigte sich Buemi mit seiner Leistung noch zufrieden. «Trotzdem hatte ich einen besseren Startplatz erwartet.»

Beim Setup des Autos von Buemi entschied sich Toro Rosso vor dem Qualifying für einen Kompromiss, damit man auch für ein Regenrennen gewappnet wäre. Alguersuaris Bolide wurde offenbar auf trockene Verhältnisse eingestellt, wie sie in der Qualifikation herrschten. Für den Grand Prix am Sonntagmorgen Schweizer Zeit ist die Wahrscheinlichkeit, dass es regnen wird, recht gross. Der Wetterbericht ist die Hoffnung, an die sich viele der im Qualifying Geschlagenen klammern.

Startaufstellung für den Grand Prix von China:

1 Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault.

2 Mark Webber (Au), Red Bull-Renault.

3 Fernando Alonso (Sp), Ferrari.

4 Nico Rosberg (De), Mercedes.

5 Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes.

6 Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes.

7 Felipe Massa (Br), Ferrari.

8 Robert Kubica (Pol), Renault.

9 Michael Schumacher (De), Mercedes.

10 Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes.

Ferner:

13 Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari.

15 Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari.

17 Pedro de la Rosa (Sp), Sauber-Ferrari.

(si)

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