Rafael Diaz: Via Vancouver in den Stanley-Cup-Final
Aktualisiert

Rafael DiazVia Vancouver in den Stanley-Cup-Final

Rafael Diaz kann Grosses erreichen: Der 28-Jährige greift mit den New York Rangers nach dem Stanley Cup. Er wäre der erste Schweizer Feldspieler, der den Pokal gewinnen würde.

von
als

Rafael Diaz muss es etwas seltsam vorgekommen sein, vor den Augen seiner ehemaligen Teamkollegen den Einzug in den Stanley-Cup-Final zu feiern. Bis Anfang Februar stand der Verteidiger der New York Rangers bei den Montreal Canadiens unter Vertrag, wo er 2011 seine NHL-Karriere in Angriff genommen hatte und sich zum Stammspieler entwickelte.

Nach zweieinhalb Jahren musste der 28-jährige Zuger seine Zelte in der Millionenmetropole abbrechen. Die Canadiens tauschten ihn mit Stürmer Dale Weise von den Vancouver Canucks. An der Westküste Kanadas blieb er aber nur einen Monat, bis ihn die Canucks zu den Rangers transferierten. In Vancouver kam er auf sechs Einsätze.

Diaz spielt für gesperrten Teamkollegen

In New York konnte Diaz bisher nicht Fuss fassen. In der Regular Season kam der Verteidiger auf elf Einsätze (1 Assist und 1 Tor). Meist war er aber überzählig. Dass er im sechsten Halbfinal-Duell gegen die Canadiens ran durfte, hatte er seinem Teamkollegen John Moore zu verdanken, der für einen Check im fünften Spiel zwei Sperren kassierte.

Gut möglich, dass Coach Alain Vingneault auch im ersten Finalspiel – gegen die Los Angeles Kings oder die Chicago Blackhawks – auf den Schweizer setzen wird, mit dem er zufrieden ist. «Wenn wir ihn bisher gebraucht haben, hat er uns geholfen. Er ist ein guter Verteidiger, physisch nicht herausragend, aber er hat einen guten Instinkt, er bewegt den Puck gut und kann uns im Powerplay helfen.»

Zwei Schweizer Goalies sind schon Stanley-Cup-Sieger

Der erste Schweizer, der den Stanley-Cup-Pokal in die Höhe stemmen konnte, war 2001 David Aebischer. Der Westschweizer krönte gleich seine erste Saison in der besten Liga der Welt bei Colorado Avalanche mit dem Gewinn des Stanley Cups – als Backup von Patrick Roy.

2005/2006 war es wiederum ein Schweizer Goalie, der sich Stanley-Cup-Sieger nennen durfte: Martin Gerber. Auch er spielte dabei nicht die erste Geige, trug aber mit einer starken Regular Season zur guten Form der Carolina Hurricanes bei. In den Playoffs schwächelte der Berner aber und musste seinen Platz an den 22-jährigen Cam Ward abgeben.

Deine Meinung