Aktualisiert 24.05.2013 16:01

Impotentes PatentViagra bringt Pfizer künftig nicht mehr so viel

Viagra gehört zu den weltweit bekanntesten Medikamenten und mit einem Umsatz von gut 2 Milliarden US-Dollar zu einer der wichtigsten Einnahmequellen für Pfizer. Jetzt läuft das Patent aus.

von
whr
Die blaue Pille hilft dem Mann seinen Mann zu stehen.(Bild: iStock)

Die blaue Pille hilft dem Mann seinen Mann zu stehen.(Bild: iStock)

Bei der Potenzpille Viagra wird bald ein Preiskampf am Markt erwartet. Der Grund: Der Patentschutz für Viagra, den bisher der US-Pharmakonzern Pfizer hielt, läuft am 22. Juni aus. Ein Unternehmens-Sprecher bestätigte am Freitag einen Bericht der deutschen «Bild«-Zeitung vom Freitag. Pfizer will bereits Anfang Juni ein Nachahmer-Medikament auf den Markt bringen, das deutlich preiswerter ist als das Original. Laut Zeitung wollen zudem viele Konkurrenten nach Ablauf des Patentschutzes mit Viagra-Generika auf den Markt kommen.

Viagra bleibt aber ein verschreibungspflichtiges Medikament. Pfizer machte 2012 nach Firmenangaben mit Viagra weltweit einen Umsatz von 2 Mrd. Dollar.

Zufallsentdeckung

Eigentlich waren die Forscher auf der Suche nach einem neuen Medikament, das den Blutfluss zum Herzen verbessern sollte. Worauf man in den Labors des US-Pharmariesen Pfizer in den 1980er Jahren dann aber stiess, war revolutionär und sollte Millionen von Männern mit Potenzschwäche zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen.

Viagra enthält einen Stoff, der die Gefässe erweitert, die Durchblutung fördert und damit bei Erektionsstörungen hilft. Mögliche Nebenwirkungen des Mittels sind Kopfschmerzen und eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Männer mit Herz- und Kreislaufproblemen dürfen Viagra nicht einnehmen.

Im März 1998 gaben die US-Behörden Grünes Licht für die kleine blaue Potenzpille. Sechs Monate später wurde sie in der Europäischen Union zugelassen. Markteinführung in Deutschland war am 1. Oktober 1998.

(whr/sda)

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