Aktualisiert 02.04.2020 16:40

In der Schweiz

Viagra künftig ohne Rezept erhältlich

Der Bund hat die Liste der Arzneimittel erweitert, die Apotheker auch ohne Rezept abgeben dürfen. Darunter ist neu das Potenzmittel Viagra.

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bd/sda
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Der Bund hat die Liste der Arzneimittel erweitert, die Apotheker auch ohne Rezept abgeben dürfen.

Der Bund hat die Liste der Arzneimittel erweitert, die Apotheker auch ohne Rezept abgeben dürfen.

Keystone/Gaetan Bally
Auf der am Donnerstag vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) publizierten Liste befinden sich neu Arzneimittel gegen Hauterkrankungen wie Ekzeme, Akne oder Pilzinfektionen.

Auf der am Donnerstag vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) publizierten Liste befinden sich neu Arzneimittel gegen Hauterkrankungen wie Ekzeme, Akne oder Pilzinfektionen.

Keystone/Peter Klaunzer
Unter der Liste ist neu auch das Potenzmittel Viagra.

Unter der Liste ist neu auch das Potenzmittel Viagra.

William Vazquez

Auf der am Donnerstag vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) publizierten Liste befinden sich neu Arzneimittel gegen Hauterkrankungen wie Ekzeme, Akne oder Pilzinfektionen. Ebenfalls neu aufgeführt sind auch Arzneimittel gegen Erektionsstörungen und gynäkologische Beschwerden wie Scheidenpilz.

Neu aufgenommen wurde auch der Wirkstoff Sildenafil. Bekannt wurde dieser durch das 1998 vom US-Pharmakonzern Pfizer auf den Markt gebrachte Potenzmittel Viagra zur Behandlung von Erektionsstörungen bei Männern. Bislang waren Arzneimittel mit Sildenafil in der Schweiz nur gegen Rezept erhältlich. Auf Rat des Apothekers können diese neu auch ohne Verschreibung bezogen werden.

Kompetenzen der Apotheker stärken

Die Liste der betroffenen Arzneimittel umfasste bisher nur Präparate zur Behandlung von Heuschnupfen, Verdauungsstörungen und Atemwegsbeschwerden. Insgesamt umfasst die Aufzählung rund 200 Arzneien. Diese werden nicht von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergütet.

Apothekerinnen und Apotheker können seit 2019 unter bestimmten Voraussetzungen verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung häufiger Krankheiten abgeben. Damit will der Bund die Kompetenzen der Apotheker bei der Betreuung von Patienten mit bestimmten harmlosen Krankheiten stärken. Eine Expertengruppe gibt dem Eidgenössische Departement des Innern (EDI) Empfehlungen dazu ab.

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