Potenzmittel: Viagra: Preisabsprachen vermutet
Aktualisiert

PotenzmittelViagra: Preisabsprachen vermutet

Das Weko-Sekretariat sieht in der Veröffentlichung von Preisempfehlungen (PPE) für die Potenzmittel Viagra, Cialis und Levitra unzulässige Absprachen zwischen den Herstellern und Verteilern. Sie beantragt der Weko, dieses Verhalten zu verbieten und zu sanktionieren.

Gegenstand der am 26. Juni 2006 eröffneten Untersuchung sind die PPE, welche die Hersteller Pfizer AG, Eli Lilly (Suisse) SA und Bayer (Schweiz) AG für ihre drei Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion Viagra, Cialis und Levitra veröffentlichen, wie die Wettbewerbskommission (Weko) am Dienstag mitteilte. Diese Medikamente werden als Hors-Liste-Medikamente bezeichnet, weil sie nicht auf der Spezialitätenliste enthalten sind und deshalb keine Kassenpflicht besteht.

Das Sekretariat kommt in seinem Antrag vom Montag zum Schluss, dass die PPE für diese drei Medikamente von einem grossen Teil der Verkaufsstellen eingehalten werden, so dass sich diese wie Festpreise auswirken. Es beurteilt diese Verhaltensweisen als unzulässige vertikale Wettbewerbsabreden.

Das Sekretariat der Weko hat seine Ermittlungen in dieser Phase abgeschlossen. Nach Eingang der Stellungnahmen sowie allfälligen Anhörungen und weiteren Schritten werde die Weko ihren Entscheid fällen. Die Weko sei in ihrer Entscheidfällung frei, heisst es weiter.

(dapd)

Deine Meinung