Aktualisiert 18.12.2008 23:45

Erotik zu WeihnachtenVibratoren unter dem Weihnachtsbaum

Alles stöhnt wegen der Rezession – nur bei den Sexshops läuft das Weihnachtsgeschäft wie geschmiert. Sextoys, Samichlaus-Reizwäsche, Massageöle und Kerzen sind absolute Renner.

von
David Torcasso

Die beiden grössten Schweizer Erotikhäuser Magic X und Erotikmarkt spüren nichts vom düsteren Wirtschaftsklima. Im Gegenteil: «Bei gewissen Produkten verzeichnen wir eine zweistellige Wachstumsrate», bestätigt Marketingleiter Jan Brönnimann von Magic X. In schwierigen Zeiten legen sich Herr und Frau Schweizer offenbar gerne Erotisches unter den Weihnachtsbaum: «Wir verkaufen mehr Vibratoren, Reizwäsche und spe­zielle Weihnachtskostüme denn je», sagt Brönnimann. Zu den Rennern gehören Massageöle, Kerzen und Badesalze.

Immer öfter gehörten junge Paare zu den Kunden. «Es geht nicht nur ums Poppen, sondern darum, auf spielende Art eine erotische Stimmung zu erzeugen», sagt auch Erotikmarkt-Geschäftsführer Patrik Stöckli.

Für eine prickelnde Bescherung greifen Zürcher auch mal tief ins Portemonaie: Alexandra Haas, Geschäftsführerin von Special Moments an der Zähringerstrasse: «Den 250 Franken teuren Vibrator, der einen Designerpreis gewonnen hat, verkaufen wir im Moment besonders gut.» Auch Massageöl mit Goldstaub und Liebeskugeln würden häufig als Geschenke verpackt. Pornos dagegen seien in der besinnlichen Vorweihnachtszeit nicht gefragt – dafür mehr Liebesschulungsfilme über Tantra und Kamasutra.

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