Victory-Pecik in der Defensive
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Victory-Pecik in der Defensive

Der österreichische Investor Ronny Pecik, der den Industriekonzern OC Oerlikon kontrolliert und diesem Saurer einverleibt hat, verteidigt seine Engagements in der Schweiz. Grundsätzlich seien Aktien «Handelsgut».

So lange man die Gesetze eines Landes befolge, sei jeder ermächtigt, Aktien zu kaufen, sagte Pecik am Mittwochabend in einem Interview mit dem österreichischen Fernsehen (ORF).

Pecik wehrte sich gegen den in der Schweiz oft gehörten Vorwurf, er und sein Partner Gregor Stumpf seien bloss auf schnelles Geld aus. Anders als Hedge-Fonds seien er und Stumpf an einem langfristigen Engagement interessiert, erklärte Pecik. Einen zeitlichen Horizont nannte er aber nicht.

Seit der Machtübernahme durch die Österreicher sei die Zahl der Angestellten des Industriekonzerns um über 3000 gestiegen. Davon seien knapp 700 Jobs in der Schweiz und in Liechtenstein entstanden. Der Kapitalmarktwert von OC Oerlikon sei um über 8 Mrd. Fr. gestiegen.

Im laufenden Jahr strebt Pecik ein Umsatzwachstum auf 5,5 Mrd. Fr. an. Das käme gegenüber dem vergangenen Jahr (2,3 Mrd. Fr.) einer Verdoppelung gleich.

OC Oerlikon hat zuletzt für negative Schlagzeilen gesorgt, weil Konzernchef Thomas Limberger am Montagabend - am Vorabend der Generalversammlung - überraschend zurückgetreten ist. Zu seinem Nachfolger wurde Uwe Krüger ernannt.

(sda)

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