Aktualisiert 19.10.2006 11:22

Video: 31 Footballer nach Massenschlägerei gesperrt

In einer College-Football- League in den USA kam es zu einer gewaltigen Schlägerei auf dem Spielfeld. 31 Spieler wurden hart bestraft. Und ein TV-Kommentator wurde gefeuert, weil er sagte, er wolle am liebsten nach unten gehen und mitkämpfen.

Die beiden Teams der Hurricans und FIU haben ihren Campus nur rund 15 Kilometer auseinander. Zum ersten Mal trafen die Mannschaften am vergangenen Samstag aufeinander. Schon vor und während dem Spiel wurden verbale Unsportlichkeiten ausgesprochen. Im dritten Viertel eskalierte dann die Partie in einer wilden Schlägerei. Durch die Keilerei wurden im Nachhinein 31 Spieler gesperrt - 13 der Hurricans, 18 von FIU. Die Verantwortlichen beider Teams zeigten sich geschockt über den Vorfall.

Sperren, Suspensionen, Ärger-Managment-Kurs und soziale Arbeit

Wie ein Offizieller der Hurricans sagte, sind zwölf Spieler für eine Partie gesperrt, Anthony Reddick gar für unbestimmte Zeit, da er seinen Helm auf einen Gegner warf. Einiges härter bestrafte die FIU seine Spieler. Zwei wurden gefeuert, die anderen 16 für unbestimmte Zeit gesperrt. Wie der «Miami Herald» zudem berichtet müssen alle insgesamt zehn Stunden lang einen Kurs im Ärger-Management besuchen und in einem Projekt teilnehmen, wo der Jugend von Südflorida adäquates Benehmen von Sportlern beigebracht wird.

TV-Kommentator gefeuert

Doch damit nicht genug. Auch der ehemalige Footballer von den Miami Dolphins, Lamar Thomas, welcher als TV-Kommentator live berichtete liess sich während der wilden Keilerei zu unpassenden Aussagen hinreissen. Als die Gäste von der FIU auf dem Spielfeld das Heimteam attackierten und die Situation eskalierte, flippte Thomas aus: «Das ist was ich meine, ihr kommt in unser Stadion und solltet in den Arsch getreten werden. So verhält man sich nicht im Orange Bowl (Stadion). Ihr seid auf unserer Seite der Stadt. Ihr werded rausgeprügelt. Ich würde am liebsten nach unten gehen und mitkämpfen.» Mit weiteren Bemerkungen im Stil von «trefft euch doch vor dem Stadion nach dem Spiel und macht weiter damit» manövrierte sich der Reporter ins Abseits.

Der Kommentar von Thomas im Comcast Sports SouthEast-TV (CSS), welcher rund 5,5 Millionen Menschen erreicht, war später auf youtube.com zu finden. Dies kostete Thomas den Job. Wie CSS-Boss Mark Fuhrman erklärte, unternahm er die notwendigen Schritte um eine solche Situation in Zukunft zu verhindern: Lamar Thomas wurde gefeuert.

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