Video: Sturm reisst Gleitschirmfliegerin auf 7000 Meter
Aktualisiert

Video: Sturm reisst Gleitschirmfliegerin auf 7000 Meter

Wie durch ein Wunder hat eine deutsche Gleitschirmfliegerin in Australien einen Sturm überlebt, der sie bis in sieben Kilometer Höhe getragen hatte.

Wie die zuständige Sportorganisation am Freitag mitteilte, missachteten die Frau und ein 40-jähriger Chinese die Schlechtwetterwarnungen. Der Chinese kam in den Sturmböen ums Leben. Das Unglück ereignete sich im Vorfeld der WM im Paragliding, die nächste Woche in New South Wales ausgetragen wird.

«Der Sturm packte sie in rasender Geschwindigkeit», sagte Chris Fogg von der australischen Hang Gliding Federation. Die Deutsche habe nach dem Vorfall berichtet, dass ihre Geräte eine maximale Flughöhe von 22 770 Fuss (rund 6900 Metern) anzeigten.

Schliesslich sei sie jedoch aus dem gefährlichen Luftstrom herausgekommen, in dem der Sauerstoff knapp wurde. Sie sei möglicherweise eine Zeit lang bewusstlos gewesen und befinde sich nun im Spital. Die Leiche des Chinesen wurde am Donnerstag geborgen.

Möglicherweise trug die deutsche Paragliderin dauerhafte Gesundheitsschäden davon. Ihr Extremflug sei so ähnlich verlaufen, als wenn jemand in einer Viertelstunde den Mount Everest erklimme, sagte WM-Organisator Godfrey Weness. «Sie war vollständig mit Eis überzogen.»

In dieser Flughöhe herrschten Temperaturen von bis zu minus 50 Grad. In einer Höhe von fast sieben Kilometern gebe es so wenig Sauerstoff, dass das Hirn geschädigt werden könne.

(sda)

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